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Verbandstag 2010


Kategorie: Service
Datum: 30.12.2010

Service

Zusammenfassung des Verbandstages und Jahresbericht des Jugendsportwartes 2010! Am Ende des Beitrags sind Audiomitschnitte vom Verbandstag.

Der jährliche Verbandstag ist die „Generalversammlung“ des österreichischen Verbandes, bei dem jeder Landesverband mit maximal fünf Stimmen vertreten sein kann, und bei dem Beschlüsse von österreichweiter Bedeutung gefasst werden. Ausführlichere Informationen könnt ihr bei Bedarf beim Vorstand eures Landesverbandes erfragen.

Ergänzungswahlen:
Über Vorschlag des WBGV wurde Johanna Knotzer einstimmig von den Landesverbänden als dritte Vertreterin der Landesverbände in die Bundesligakommission gewählt. Die weiteren beiden Vertreter der Landesverbände, die die Interessen der neun Landes-verbände in der Bundesligakommission vertreten sollen, sind Helga Grossmann und Rupert Westenthaler.

Vergabe nationaler Großbewerbe:
Die österreichischen Staatsmeisterschaften 2012 werden gemeinsam mit den österrei-chischen Meisterschaften der Jugend im Bahnengolfzentrum des WBGV in der Franz-Koci-Straße (WI) ausgetragen werden (ob als Kombi-Meisterschaft auf beiden Anlagen oder jeweils auf nur einer Anlage wird die Technische Kommission des ÖBGV festlegen).
Im Jahr 2013 findet die österreichische Meisterschaft der Senioren in Steyr/Münichholz (OÖ) statt.
Der Bundesländercup der Allgemeinen Klasse 2013 wird in Garsten (OÖ) und der Bundes-ländercup der Senioren 2013 in Eferding (OÖ) durchgeführt.

Anträge des ÖBGV:

  • Budget für 2011 mit budgetierten Gesamteinnahmen von € 156.432,- und Gesamt­ausgaben von € 151.950,- -> mehrheitlich angenommen
  • Antrag auf Änderung der Ranglistenordnung -> vom Vorstand des ÖBGV zurück­gezogen
    Der Antrag sah u.a. vor, dass die erreichten Ranglistennoten je nach erspieltem Zeitpunkt unterschiedlich gewichtet werden und die Struktur der bei den einzelnen Turnierarten erreichbaren Ranglistennoten ge­ändert wird.
  • Antrag auf die endgültige Einführung eines jährlichen, österreichweiten „Minigolf Tag“ -> einstimmig angenommen
    Jeder Landesverband hat eine Person namhaft zu machen, die für die Durchführung dieses Projekts im jeweiligen Landesverband zuständig ist. Die Gesamtbetreuung, die Finanzierung, die wesentliche Materialbeschaffung sowie die Durchführungsart obliegen dem ÖBGV.
  • Antrag auf Verankerung der Berechnungsart der Ranglistennoten bei KO-Bewerben bei WM, EM, Österreichische Staatsmeisterschaft sowie österreichische Meister­schaften -> einstimmig angenommen
    Der Sieger des jeweiligen KO-Bewerbes erhält die Ranglistennote 0,0, die nächstplatzierten die Noten 0,2, 0,6 bzw. 0,8; für die Ränge 5-8 wird eine Note von 1,2 vergeben, für die Ränge 9-16 eine Note von 1,6 sowie für die Ränge 17-32 eine Note von 2,0.
  • Antrag auf Festlegung, ab welcher Teilnehmeranzahl bei nationalen Einzelmeisterschaften eine Trainingseinteilung in zwei Gruppen vorzunehmen ist -> vom Vorstand des ÖBGV zurückgezogen
    Der Antrag sah vor, dass generell festgelegt werden soll, ab welcher Teilnehmeranzahl bei den nationalen Einzelmeisterschaften eine Trainingseinteilung in zwei Gruppen zu erfolgen bzw zu unterbleiben hat. Die Zurückziehung des Antrags hat zu Folge, dass diese Entscheidung weiterhin für den jeweils anstehenden Bewerb im Einzelfall von der Technischen Kommission getroffen wird.
  • Dringlichkeitsantrag auf Änderung der Teilnahmebedingungen zum Bundesländercup der Allgemeinen Klasse und der Jugend (Zulassung auch mehrerer Damen- und Herrenmannschaft sowie mehr als zwei Jugendmannschaften pro Bundesland; Zulassung von Einzelspielern, die jedoch nicht einer der Seniorenkategorie angehören dürfen)
    -> einstimmig angenommen
    Bereits ab 2011 dürfen somit beim Bundesländercup der Allgemeinen Klasse und der Jugend Einzelspieler an den Start gehen, die jedoch nicht einer der Seniorenkategorien angehören dürfen; in den genannten Mannschaften dürfen aber weiterhin auch Seniorenspieler eingesetzt werden.

Anträge der Landesverbände:

  • Dringlichkeitsantrag des OÖBGSV auf Einführung einer Ranglistennote für KO-Bewerbe bei Landesmeisterschaften -> der Antrag erhielt nicht die für einen Dringlichkeitsantrag erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit und wurde somit nicht inhaltlich behandelt
  • Antrag des WBGV auf Verankerung einer Verpflichtung für Vereine, die für ihre
    Jugend- und/oder Breitensportprojekte vom ÖBGV finanziell unterstützt werden,
    diese Projekte am folgenden Verbandstag des ÖBGV zu präsentieren sowie den Bericht im BG-Info zu veröffentlichen -> mehrheitlich angenommen
    Künftig müssen somit österreichische Bahnengolfvereine, Personengruppen oder Einzelpersonen, die zur Durchführung von Breitensport- und/oder Jugendprojekten einen finanziellen Zuschuss vom ÖBGV erhalten haben, nach Abschluss des Projekts dem nächstfolgenden ordentlichen oder außerordentlichen Verbandstag des ÖBGV Bericht über das durchgeführte Projekt legen (nicht in finanzieller Hinsicht, sondern betreffend der durchgeführten Maßnahmen und den gemachten Erfahrungen). Läuft das Projekt über mehr als ein Kalenderjahr, ist bei jedem Verbandstag des ÖBGV während der Projektphase ein Zwischenbericht zu legen. Diese Berichte sind auch im Bahnengolf-Info des ÖBGV zu veröffentlichen.
  • Antrag des WBGV auf Einführung von KO-Bewerben bei der Österreichischen
    Seniorenmeisterschaft für sämtliche Kategorien – WS 2 und WS 1 je 8 Spielerinnen, MS 2 und MS 1 je 16 Spieler -> mehrheitlich abgelehnt
  • Antrag des NÖBGV auf Ausschluss der Möglichkeit, in den KO-Bewerb für nationale Einzelmeisterschaften nachzurücken, wenn der Bewerb im Zählwettspiel zuvor durch Aufgabe (w.o.) nicht beendet wurde " zurückgezogen
  • Antrag des OÖBGSV auf Änderung der Jugend-Leihspielerregelung für die Österreich­ische Jugendmeisterschaft (Zulässigkeit von Leihspieler nur bei weniger als 3 genannten Mannschaften) -> mehrheitlich angenommen
  • Bislang war vorgesehen, dass bei der Jugend-ÖM in Schüler- und Jugendmannschaften nur dann Leih­spielerInnen (aus dem jeweiligen Bundesland) eingesetzt werden dürfen, wenn weniger als 4 Teams für die betreffende Mannschaftskategorie genannt haben. Nunmehr wurde diese Grenze auf 3 Mannschaften herabgesetzt, sodass Mannschaften mit LeihspielerInnen erst dann zugelassen werden, wenn nicht zumindest drei reine Vereins-Schüler- bzw Jugendmannschaften genannt wurden.
    Am organisatorischen Ablauf hat sich nichts geändert, sodass auch weiterhin bereits im Zuge der Einzelnennung (15. Mai) auch die Mannschaften genannt werden müssen. Jeder Verein, der zumindest 3 Teilnehmer nennt, gibt dann schon zu diesem Zeitpunkt bekannt, ob er mit einer Schüler- oder einer Jugendmannschaft die Jugend-ÖM bestreiten wird. Die namentliche Mannschaftsnennung (d.h. die genaue Mannschaftsaufstellung) ist weiterhin erst beim namentlichen Nennungsschluss bekannt zu geben. Sollten in einer Mannschaftskategorie weniger als 3 Nennungen einlangen, besteht für diese Kategorie die Möglichkeit, LeihspielerInnen in Mannschaften aufzunehmen. Dabei gelten aber folgende Richtlinien:
    • Vereine dürfen SpielerInnen nur verleihen, wenn sie nicht selbst Mannschaften egal welcher Kategorie bilden können. Nennt ein Verein z.B. 6 SpielerInnen, darf er 2 SpielerInnen verleihen; nennt er 7 SpielerInnen, muss er 2 Mannschaften bilden.
    • Ein Verein darf maximal eine(n) Leihspieler(in) aufnehmen.
    • Vereine dürfen LeihspielerInnen nur dann aufnehmen, wenn sie nicht aus eigener Kraft eine Mannschaft bilden können. Nennt ein Verein z.B. 2 SpielerInnen, darf er eine(n) Leihspieler(in) aufnehmen; nennt er 3 bis 5 SpielerInnen, darf er keine(n) Leihspieler(in) aufnehmen.
    • Leihspieler dürfen nur im eigenen Bundesland verliehen und aufgenommen werden.
    • In der Einzelwertung der Jugend-ÖM wird ein(e) Leihspieler(in) immer für seinen Stammverein gewertet.

Allfälliges:

  • Die Durchführung eines neuen Lehrwartekurses für Bahnengolf konnte vom ÖBGV nun endgültig mit der Bundesanstalt für Leibeserziehung Wien fixiert werden. Der neue Kurs wird wie gewohnt in drei Teilen veranstaltet und vom ÖBGV nahezu zur Gänze finanziert:
    • 1. Kursteil: 06.11.2011 bis 12.11.2011 in Faak am See
    • 2. Kursteil: 27.01.2012 bis 29.01.2012 voraussichtlich in Eferding
    • 3. Kursteil: 28.10.2012 bis 03.11.2012 in Faak am See
    Der ÖBGV machte ausdrücklich darauf aufmerksam, dass dies der letzte Lehrwartekurs für Bahnengolf sein wird, der ohne vorherige Absolvierung der staatlichen
    Übungsleiterausbildung absolviert werden kann. Allfällige Nennungen sind in den nächsten Wochen über den jeweiligen Landesverband an den ÖBGV zu richten.

 

Sitzung der Bundesligakommission

Am Vortag des Verbandstages fand eine Sitzung der Bundesligakommission statt. Die wichtigsten Beschlüsse kurz zusammengefasst:

  • Die weiteren Spielorte für die Bundesligasaison 2010/11 wurden wie folgt festgesetzt:
    • 2. Runde: 06.03.2011 Halle Sport Oase Salzburg (Miniaturgolf)
    • 3. Runde: 21.05.2011 Ruthnergasse (Minigolf)
    • 4. Runde: 22.05.2011 Ruthnergasse (Minigolf)
    • 5. Runde: 24.06.2011 Linz-Lissfeld (Miniaturgolf)
    • 6. Runde: 25.06.2011 Linz-Lissfeld (Miniaturgolf)
  • Um auch eine allfällige Austragung einer Bundesligarunde in der Halle Wieselburg zu ermöglichen, wurde der 20.11.2011 als alternativer Bundesliga-Hallentermin für die Saison 2011/12 fixiert. Ob dieser Termin herangezogen wird, oder die Bundesliga-Hallenrunde wie geplant am 11.03.2012 stattfinden, wird bei einer der nächsten
    Sitzungen der Bundesligakommission beschlossen.
  • Die nächste Sitzung der Bundesligakommission wurde für den 12.03.2011 in Ried (OÖ) fixiert. Bei dieser Sitzung soll ein österreichweiter Gedankenaustausch zwischen der Bundesligakommission, den Landesverbänden und allen Bahnengolfvereinen
    Österreichs über die Zukunft der Bundesliga stattfinden. Zu diesem Zweck wird von der Bundesligakommission in den nächsten Wochen ein Online-Fragebogen an die Vereine und (soweit möglich) deren Mitglieder versendet, mit dem u.a. abgefragt werden soll, unter welchen Voraussetzung eine Teilnahme an der Bundesliga für die Vereine bzw die einzelnen Spielerinnen und Spieler interessant und möglich wäre.

 

Sitzung der erweiterten TK des ÖBGV
In der ebenfalls am Vortag des Verbandstages abgehaltenen Sitzung der Erweiterten Technischen Kommission des ÖBGV (Bundessportwart Christian Gobetz, Jugendsportwart Hannes Hahsler, Seniorensportwart Heinz Laukes sowie je ein Vertreter der Landesverbände) wurde u.a. der Rohentwurf des Terminkalenders für 2012 mit Fest¬legung der Termine für die Bundesliga, die nationalen Meisterschaften, die Bundesländercups, den „Minigolf Tag 2012“ und den für Landesmeisterschaften gesperrten Terminen erstellt. Die genauen Termine werden den Vereinen für die Planung ihrer Pokalturniertermine demnächst vom Landessportreferenten des WBGV zur Verfügung gestellt werden.

Weiters wurde über Anregung des WBGV darüber diskutiert, ob die derzeitige Austragungsform der Bundesländercups, die im Wesentlichen seit 1992 unverändert blieb, noch zeitgemäß ist. Der Großteil der anwesenden Landesverbände war dabei der Ansicht, hinsichtlich der jährlichen Austragungsform und des Austragungsmodus keine Änderungen vornehmen zu wollen. Man einigte sich jedoch darauf, künftig auch Einzelspieler beim Bundesländercup der Allgemeinen Klasse und der Jugend zuzulassen (siehe Dringlichkeitsantrag des ÖBGV zum Verbandstag).

Soviel vorerst zu den Ereignissen und Beschlüssen beim Verbandstag des ÖBGV sowie den Sitzungen der Bundesligakommission und der Erweiterten TK des ÖBGV. Ich hoffe, ihr fühlt euch dadurch ausreichend informiert und wenn nicht, steht euch der Vorstand eures Landesverbandes sicherlich gerne zur Beantwortung eurer Fragen zur Verfügung.

Mit sportlichen Grüßen,
Manfred Lindmayr

Jahresbericht des Jugendsportwartes 2010

Waren meine Ziele zu hoch gesteckt? Verlange ich zuviel von meinen Spielern?
Diese Fragen stellte ich mir noch viele Wochen nach der diesjährigen Jugendweltmeisterschaft in Sotschi. Ich persönlich wäre ja vom Können meiner Jugendlichen überzeugt, aber ohne Fleiß kein Preis und somit muss man wohl mit dem erreichten zufrieden sein.

Das Ziel für die Saison war klar definiert! Mannschaftsmedaillen bei der JWM! Für dieses Vorhaben hatte ich alle Möglichkeiten, die Jugendlichen bestens auf die Anlagen in Sotschi vorzubereiten und somit stand der Kaderlehrgang ganz im Zeichen der MOS- und Eternitanlage in Russland.

Wie ich beim letztjährigen Verbandstag berichtete, hatte ich die Möglichkeit, die Meisterschaftsanlage im Oktober 2009 kennenzulernen und zu bespielen. Auf den dort gewonnenen Erkenntnissen, wurde der Kaderlehrgang aufgebaut. Wir versuchten die Schwierigkeiten der Anlagen nachzustellen, mittels Bildervortrag jede einzelne Bahn zu erklären und auf die Tücken aufmerksam zu machen. Weiters konnten die Spieler auch dieses Jahr wieder einem Vortrag von Dr. Uli Vogt lauschen und ihn im Nachhinein in Einzelgesprächen um Rat fragen. Mit der Heimaufgabe, das Gehörte und das Gesehene zu Hause zu trainieren war ich guter Hoffnung, dass in diesem Jahr was ganz besonderes erreicht werden kann.

Nationencup in Sotschi:
Mit 2 Mannschaften und 4 Betreuern reisten wir zum diesjährigen Nationencup an. Was uns erwartete, wussten wir ja bereits. Eine alte aber in einem sehr guten Zustand befindliche MOS Anlage von einer ehemaligen jugoslawischen Firma in einen Hang hineingebaut (altes Köflach, nur größer) und eine Miniaturanlage auf einem Parkplatz unter dem Hotel (also ständig überdacht und beleuchtet). Durch die gewonnenen Erkenntnisse im Oktober, kamen wir im Training zügig voran und der Trainingseifer der Spieler machte noch vieles leichter. So kam es schon vor, dass wir auch noch um 22Uhr auf der Anlage waren und düftelten.
Für den Wettbewerb nominierten wir zwei ausgeglichene Mannschaften und Martina Danner sowie Lukas Freythaler für die internationalen Schülermeisterschaften.
Durch die Tatsache, dass mit der Schweiz und Deutschland nur zwei namhafte Minigolfnationen am Start waren, war unsere Vorgabe, zwei Stockerlplätze. AUT1 mit der Schweiz und AUT2 mit Deutschland in einer Gruppe gelost, machten sich diese Nationen die Finalplätze unter einander aus. Am Ende erreichten wir mit AUT1 den 2. und mit AUT2 den 3. Rang hinter Deutschland. Bei den internationalen Schülermeisterschaften durften wir uns über Gold für Lukas und Silber für Martina freuen. Nebenbei wurden noch Martina Danner, Kevin Feuchtl und Mathias Jagschitz für ihre Platzrekorde sowie Jacqueline Helm für ihre Bestscore bei den Mädls mit Sonderauszeichnungen geehrt.

Österreichische Schüler- und Jugendmeisterschaften:
Gespannt fuhr ich nach Bischofshofen. Dank der Tatsache, dass die Jugend und allgemeine Klasse am selben Ort und zur selben Zeit ihren Meistertitel ausspielten, hatte ich die Möglichkeit zu sehen, wie weit unser Nachwuchs ist.
Durch die frühe Nominierung der WM Mannschaft, gab ich im Vorhinein schon meine Bedenken kund, dass einige Spieler nicht ihr Leistungspotenzial erreichen würden und hoffte aber sehr, dass ich mich irrte.
Im Endeffekt gab es im Zählspiel auf der Ergebnisliste keine allzu großen Überraschungen. Die meiste Verwunderung kam bei mir auf, als ich die Ergebnisse mit der allgemeinen Klasse verglich…!
Nachdem die Meister im Zählspiel und bei den Mannschaften ermittelt wurden, stand noch der KO - Bewerb am Programm! Seinerzeit bei mir noch sehr unbeliebt, gefällt es mir von Jahr zu Jahr besser, dieses Spiel Mann gegen Mann zu verfolgen, mitzufiebern, zuzusehen und zu beobachten, wie sich die Spieler in gewissen Situationen verhalten. Im Endergebnis mussten vielleicht einige Mitfavoriten schon verfrüht sich ihrem Schicksal hingeben, aber unter dem Strich standen auch hier die erfahrenen Spieler am Potest.


Jugendweltmeisterschaft:
Wie ich im Vorhinein schon erwähnte, musste ich die Mannschaft für den Saisonhöhepunkt aus organisatorischen Gründen früher bekannt geben. Die Jugendlichen kannten aber die Nominierungskriterien und somit hatte ich nach Rücksprache meiner Betreuer, die Mannschaft Mitte Juni nach dem Bundesligafinale nominiert.

Mit 11 Jugendlichen und 5 Betreuern, flogen wir in die Olympiastadt 2014. Durch die gesammelten Erfahrungen und der Tatsache, dass alle 8 Spieler vom JNC wieder dabei waren erhofften wir uns schnelle Fortschritte. Trotz leicht erhöhter Temperaturen, 2 Wochen lang bis 40°C, war der Trainingseifer enorm. Aber im Gegensatz zu den letzten Jahren, wollte uns auf der Miniaturanlage einfach kein entscheidender Schritt nach vorne gelingen. So gut wir auf der MOS Anlage getroffen haben umso bescheidener waren die Ergebnisse auf Miniatur.
Na gut! Ich habe mit meinen Leuten schon sehr viel erlebt und wusste auch, dass sie sich zu dem Bewerb hin steigern können.
Mit voller Motivation starteten alle in den ersten Tag! Bei den Mädls kristallisierte sich gleich einmal ein Zweikampf zwischen Österreich und Deutschland und bei den Jungs ab den zweiten Tag zwischen Deutschland und Italien heraus. Unsere Burschen fighteten gegen das Team aus Schweden um den 3. Rang. Leider verloren sie kontinuierlich an Boden und zum Schluss blieb wieder einmal nur der undankbare Platz neben dem Stockerl. Die Mädls verloren am 2. Tag, nachdem sie nach Tag 1 geführt hatten, leider zuviel an Boden auf das deutsche Team und mussten sich schlussendlich mit der Silbernen anfreunden.
Für den KO – Bewerb hatten sich 3 Mädls und 6 Jungs qualifiziert! Wie es ausgegangen ist, wissen ja hoffentlich alle anwesenden! Mit den WM Titel für Martina Danner konnten wir noch eine Medaille für Österreich gewinnen und mit Lara Jehle(4.), Jacqueline Helm und Mathias Jagschitz (6.) sowie Christoph Schatzer (8.) noch weitere 4 Top Ten Plätze erreichen. Somit haben wir unterm Strich eigentlich so gut wie schon lange nicht mehr im Einzel abgeschnitten.

Zum Abschluss meines Berichtes möchte ich noch einige Sachen loswerden:
Trotz der guten Endplatzierungen, stimmt es mich sehr bedenklich, wenn ich mir den Rückstand bei den Jungs auf die Sieger ansehe. Leider hindern uns, unsere technischen Mängel von den meisten Spielern, entscheidende Fortschritte zu machen. Aber wie ich schon in meinen Anfangsworten erwähnte, ohne Fleiß kein Preis.
Ich bedanke mich beim ASKÖ MGC Bischofshofen für die Gastfreundlichkeit beim Kaderlehrgang und für die wunderschöne Durchführung der österreichischen Meisterschaften.
Was Bischofshofen mit harter Arbeit erschaffen hat, hatten andere im KO – Bewerb fast zerstört! Unglaublich, wie dumm und unsportlich sich Erwachsene gegenüber Krof Daniel verhalten haben! Ich frage sie nun: „Warum wird die Wut über Entscheidungen bei einem Jugendlichen ausgelassen, die Erwachsene anordneten? Warum werden auch noch andere Jugendliche dazu motiviert mitzumachen? Sind sich diese „sogenannten“ Erwachsenen eigentlich bewusst, dass es passieren könnte, dass genau diese Jugendspieler, in Zukunft gemeinsam für Österreich spielen sollten? Wie soll so etwas funktionieren?“ Mein vorrangiges Ziel war und wird es immer sein, dass die österreichischen Jugendlichen eine Gemeinschaft wird und sich ausschließlich auf der Sportanlage bekämpft. In diesen Momenten bin ich immer sehr froh, dass unser Sport nicht mehr Zuseher hat! Man müsste sich für dieses Auftreten einfach nur schämen!

Bedanken möchte ich mich bei jenen Leuten, die mich bei meinem vorhaben „Unterstützung für die Kinder in Russland und die Minigolfschule Sotschi“ unterstützt haben. Wir konnten in diesem Jahr die Minigolfschule Sotschi und Moskau sowie die Kinder mit über 1000 Minigolfbälle und einigen Minigolfbags, -koffer und –schläger beschenken.

Bedanken möchte ich mich bei meinen Betreuern Adler Christian, Brünner Michi, Krof Robert und Westenthaler Rupert. Ich schätze ihren Ehrgeiz und Einsatz für die Jugendlichen sehr und stehe zu jederzeit hinter ihrer getaner Arbeit. Leider haben Christian und Robert ihre Tätigkeit als Betreuer bei der Jugend zurückgelegt. Ich möchte mich hier nun nochmals bei beiden für die jahrelange Zusammenarbeit bedanken und hoffe, dass sie vielleicht irgendwann wieder einmal zum Team zurückkommen.

Was habe ich in diesem Jahr gelernt:

  1. Ein guter Teamgeist kann viele Schläge ersparen und nur gewinnbringend für das Endergebnis sein.
  2. Ehrgeiz im Sport ist gut, aber wird der Ehrgeiz zur Gier, dann wird der Erfolg ausbleiben und in einer Mannschaft, zu schlechter Stimmung führen.

Mit sportlichen Grüßen

Hannes Hahsler

 

Teil1 31MB
Teil2 8MB
Teil3 4MB
Teil4 17MB


Verfasser: Manfred Lindmayr & Hannes Hahsler


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