Es ist 15:54, 21.08.2017

The Rookie


Kategorie: Player

Player

BBC Star mit Wild Card bei der WM

28 Juli, 14:05, erreicht mich der Anruf von Jos. Englische Filmfirma, etliche internationale Preise für Dokumentationen, er ist Produzent einer abenteuerlichen Story über Bahnengolf.
Was habe ich damit zutun?
Erstens bin ich gelernter Journalist, zweitens gelernter Bahnengolfer, drittens ist mein „English“ durch viele Jahre im harten Kampf des Großhandels gestählt. Das gefällt Jos. Er hat die Info über mich vom britischen Teamchef erhalten. Der heißt Zeininger. Ja, genau der!

Worum geht´s eigentlich?
Justin Lee Collins, ein TV- und Radiomoderator mit selbem Bekanntheitsgrad und Anspruch an das Unmögliche wie Stefan Raab, dreht eine 1-Stundendokumentation über einen Anfänger, der bei der WM im Bahnengolf teilnehmen möchte.
Er hat schon auf britischen Adventure –Anlagen geübt. Ebenso im Wohnzimmer auf Äpfel und Tomaten gezielt geputtet. Mit einem Wort, er braucht von mir nur eine „Masterclass“, einen Feinschliff, alles andere läuft dann schon. Schließlich bin ich ja einer der glorreichen Betreuer der glorreichen österreichischen Meistermannschaft, wenn ich nicht es nicht kann, wer dann....

Meine Einwände von dutzender Anzahl werden blitzartig abgeschmettert. Die haben überhaupt keine Ahnung.
Langsam gefällt mir die Sache.
Die mediale Präsenz unseres Sportes ist hausgemachterweise erschreckend unsichtbar. Die Briten haben es immer schon besser gemacht als unser Verband mit zahnlosen SesselkleberInnen, die Pressekonferenzen eine Woche vor dem Bewerb ansetzen, statt am Vortag und das nicht bis 11:00 vormittags, damit es noch aktuell ins Blatt kommt. Aber nachdem wir ja auch nicht anwesend sind, kann sich auch keiner bei uns beschweren.

Ich treffe also meinen Schützling zum ersten Mal am Montag vor der WM um 11:00 auf der Anlage „Resthof“ in Steyr (Danke an Ro und den Verein !). 2 km Luftlinie von der WM Anlage entfernt .
Ein schlaksiger Anfang-Dreißiger mit blonder Löwenmähne und Wikingerbart tritt im Nieseln auf mich zu. Erinnert mich an die Souvenirbildchen der Schlacht von Hastings, die wir bei den „British Open“ zu Gesicht bekommen haben.
Ich stelle ihn auf die 18er, um ein paar Schläge zu sehen und schon habe ich die Kamera im Gesicht, die mich die nächsten Tage begleiten wird. Noch schnell das Funkmicro verkabeln und auf geht’s.
Die ersten Schläge . Alles schön aus dem Handgelenk gewedelt, irgendwohin.
Die haben keine Ahnung.
Langsam gefällt mir die Sache.

Nach 2 Stunden haben wir einen geraden Schlag. Allerdings würde das Tempo für zumindest 5 Bahnen reichen.

Auf sportpolitischer Ebene sind die Kämpfe ausgebrochen. Wild Card oder nicht ?
Die haben keine Ahnung.
Leo mißfällt die Sache.
Der alte WMF-Vorstand hat das Ansinnen abgelehnt. Ich kann also am Dienstag nach Hause fahren.
Der neue WMF-Vorstand bewilligt das Ansinnen. Leo würde gerne am Dienstag nach Hause fahren.

Inzwischen trainieren wir auf der WM-Anlage. Mit einem Anfänger 36 Bahnen auszutrainieren, Wahnsinn!
Ich lege mir ein Konzept zurecht: Wir spielen nur ausgesuchte Bahnen auf Ass und das mit möglichst wenig verschiedenen Bällen. Möglichst wenig Banden, Sicherheit vor Ass, viele gerade Schläge. Wenn wir wenigstens einen geraden Schlag eintrainieren können, dann halten wir den Betrieb nur unwesentlich auf.
Wir erhalten freundliche Gaben von 3 D in Form von Ballköfferchen, Schläger und Bällen. Absolutes Glanzstück ist eine in Leucht-Pink gehaltene Schlägertasche. Die Kommentare der Umstehenden über Justins Lieblingsstück wurden vom Zensor aus dem Film geschnitten. Die Bälle dienen als Andenken. Ich überzeuge das Team, dass es unmöglich ist, jetzt auch noch die Bälle zu wechseln. Was soll ich dort mit einem rohen 033?

Die Eröffnungsfeier erinnerte mich an die Landung von Außerirdischen in einer menschenleeren Stadt. Sehr stimmungsvoll schwenkte Justin den „Union Jack“.

Erster Bewerbstag.
Das Filmteam hat keine Bananen gekauft, kein Wasser, kein Heizsackerl und auch keine Handtücher aus dem Hotel organisiert.
Die haben keine Ahnung.
Langsam gefällt mir die Sache weniger.
Wir machen uns mit einem Koreaner und einem Japaner auf, den Beton zu betonieren.
Während die Konkurrenz ihre Fun-Sport-Eier mit dem gleichnamigen Schläger malträtiert, frisst Justin meine eiserne Müsliriegelration und ein Kilo der Dschungelgurken aus österreichischen Beständen. Vielen Dank an die Österreicherhütte!
Der Austausch von Verneigungen bei Scorekartenübergabe mit unseren asiatischen Freunden bekommt langsam Ballettcharakter.
Unsere Ergebnisse wurden nur knapp von der deutschen Damenmannschaft übertroffen. Allerdings ohne den Ersatz einzurechnen . Das gab Hoffnung für die nächsten Tage.
Der Respekt vor den Leistungen der Spitzenspieler steigt minütlich. Jetzt erkennt das Filmteam deutlich, dass es sich hier nicht um ein Sonntagsvergnügen handelt. Das ist beinharter Sport.
Langsam bekommen sie eine Ahnung.
Das gefällt mir an der Sache.

Zweiter Bewerbstag.
Ich musste zurück nach Wien. Brötchen verdienen. Die notwendigsten Arbeiten der ganzen Woche an einem Tag. Unendliche Müdigkeit.
Im Internet verfolge ich Justins 63-er Betonrunde.
Was nützt der detaillierte Pistenplan und perfektes Ballmaterial, wenn man nicht damit umgehen kann? Das Filmteam lernt, wie groß die mentale Komponente in unserem Sport ist.
Vielleicht gut so, dass ich nicht da war.

Dritter und für Justin letzter Bewerbstag:
Mann, war mein Star froh, mich zu sehen. Er hat brav Bananen in sich hineingestopft und ein Heizsackerl in der Hand. Es regnet.
Wir eröffnen den Finaltag der Bloßfüßigen auf klatschnassen Bahnen. Jetzt erst recht!
Das noch arbeitslose British Team johlt bei jedem Ass und gutem Putt. Wir haben unsere Mitspieler im Griff. Die Hindernis–Bälle fallen. Ein wahrer Spielrausch überfällt Justin. Einen Träger an der 9 steckt er weg, wie ein alter Schwede.
„Mach dein Spiel, schau nicht auf das Score“ habe ich ihm eingetrichtert. Wir wissen, dass das seine beste Runde wird. Seine einzige, in der er irgendwem irgendwas abnehmen kann.
Jetzt die 18. Beim ersten Schlag donnert mein geschundener Classic 5 den Auflauf entlang, springt hoch ... der Metallkorb ist uns gnädig und verschluckt ihn.

45 Schläge, Ekstase, Gebrüll, Umarmung.
Jetzt hat er eine Ahnung.
Ich finde die Sache toll.

Der Rest auf Eternit war Zugabe. Ebenso die Schlussfeier.
Wir bedanken uns beim österreichischen Team, das uns immer positiv gegenübertrat. Speziell bei Ro und Bertyl, der uns den Saltoball präpariert hat. Haben wir immerhin 3 tief gespielt.

WB
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