Es ist 15:55, 21.08.2017

Das Meisterpaar


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Der zweite Titel im Paarlauf der österreichischen Staatsmeisterschaften nach 2001 für Lisa Gruber und Manfred Lindmayr.

Bahnengolfinfo (BgI): Herzlichen Glückwunsch Lisa zum Titelgewinn. Das Gefühl ist für dich ja nicht neu – welche Zielsetzung hattest du für diesen Bewerb?

Elisabeth Gruber(EG): Dankeschön für die Glückwünsche! Es ist für mich immer sehr schwer, meine Gefühle, Eindrücke und Emotionen, ,die hier im Konkreten mit einem Titelgewinn bei den höchsten nationalen Wettkämpfen verbunden sind, ,für andere zu beschreiben. Ein Gefühl wie in Trance, ein unendlich schöner Traum, der in Erfüllung gegangen ist! Eine Situation, die man sich vorher vermutlich zig Male vorstellt und nun endlich wahr geworden ist.
Das war zwar mein bereits dritter Einzeltitel, jedoch war die Freude und Erleichterung darüber mit Sicherheit nicht geringer als bei den Titeln zuvor. Denn auch wenn man als eine der Favoritinnen in den Wettkampf geht, und die Konkurrenz bei den Damen leider (!) nicht allzu groß ist, kann es dennoch immer einmal zu Überraschungen kommen bzw. zu großartigen Leistungen anderer Spielerinnen. Deshalb muss jeder Titel hart erarbeitet werden und dafür ist bereits im Vorfeld viel zu tun.
Bezüglich Zielsetzung ist es immer so eine Sache... Jeder hat Ziele und jeder hat (hoffentlich) Träume. Auch ich habe noch einige größere und kleinere. Eines meiner Saisonziele war natürlich die Staatsmeisterschaft, sowohl mit der Mannschaft, als auch im Einzel. Es wäre verwegen, zu sagen, dass ich nicht an Gold gedacht bzw. am Ende die Goldene gern umgehängt bekommen hätte! Jedoch kann man das in keinster Weise. Eine Medaille war mein Minimalziel, die Goldene ein realistisches Ziel. Aber im großen und ganzen hab ich einfach versucht, mental durchzuhalten (was bei den tropischen Temperaturen bzw. Wetterverhältnissen teilweise doch etwas schwieriger war) und immer an meinem Traum festzuhalten, mein Ziel bis zum Schluss nie aus den Augen zu verlieren.

BgI: Die Führung bei den Damen wechselte ja des Öfteren. In der letzten Runde hast du souveräner als deine Kontrahentinnen gewirkt. Wie gehst du mit solchen Stresssituationen um?

EG: Wie ich auf andere wirke, darüber mache ich mir eher wenige Gedanken. Ich möchte immer „Mensch“ bleiben, auch wenn mir bewusst ist, dass ich in konzentriertem Zustand sehr ernst und eher „böse“ wirke (siehe manche Fotos beim Spielen). Selbstverständlich sind enge Spielstände für mich in gewisser Weise eine Stresssituation, jedoch spornen sie mich extrem an. Ich brauche diesen Nervenkitzel und „Druck“, damit ich zu einer noch besseren Leistung imstande bin. Zum einen steigt dadurch automatisch die Konzentrationsfähigkeit und Wettkampfanspannung, die notwendig ist, um überhaupt eine Topleistung bringen zu können, zum anderen spüre ich auch die Spannung von draußen (die Zuschauer reflektieren dieses Gefühl), und das wiederum finde ich unheimlich motivierend und genial. Es gelingt mir zumeist diese Emotionen so gut unter Kontrolle zu halten, dass ich unter normalen Umständen (wenn ich halbwegs gut in „Form“ bin) sehr gut davon profitieren kann und damit auf andere vermutlich „souverän“ wirke.

BgI: Die Anlagen im BGZ Franz-Koci-Straße waren dir ja bekannt. Ist es für dich leichter auf vertrauten Anlagen so einen Großbewerb zu spielen? Gehst du anders an das Training heran als bei unbekannten Anlagen?

EG: Einen Großbewerb auf einer mir bekannten Anlage zu spielen ist für mich weder leichter noch schwieriger – kurz, es ist mir hinsichtlich meiner Einstellung ziemlich egal. Die Anspannung ist die gleiche und die Vorbereitung gleichermaßen „professionell“. Natürlich kann man auf Anlagen, die einem vertraut sind, mehr Zeit darin investieren, Ausläufe auszutrainieren, sich der genauen Präparation bei wechselnden Verhältnissen widmen usw. Jedoch hat es für mich und mein Spiel keine großen negativen Auswirkungen, wenn dafür weniger Zeit aufgewendet werden kann. Am Ende der Vorbereitung kann ich eigentlich immer sagen, dass ich mich gut fühle und ich/wir gut trainiert haben! Und das alleine gibt mir schon enorm viel Zuversicht für den Wettkampf. Ich versuche immer, mit aller Ruhe und ohne Stress an eine Anlage heranzugehen, im Speziellen in intensiver Zusammenarbeit mit Manfred und auch anderen Freunden Bahn für Bahn hinsichtlich optimaler Ballwahl und Linie auszutrainieren und einen guten Plan zu finden, welchen ich dann durch alleiniges Training, durch gemeinsame Sequenzen und Runden umzusetzen versuche.

BgI: Die nationale Spitze bei den Damen ist relativ dünn besiedelt. Würdest du es dir wünschen, mehr Konkurrentinnen in Österreich zu haben? Wie, glaubst du, kann man mehr Damen an dieses Niveau heranführen?

EG: Leider muss ich dem zustimmen – die Spitze bei den Damen in Österreich ist auf einige wenige Spielerinnen beschränkt! Natürlich wäre es mein Wunsch, mehr Konkurrenz auf nationaler Ebene zu spüren, denn das würde natürlich in weiterer Folge mit einem allgemeinen Leistungsanstieg bei den Damen konform gehen. Jedoch ist es schwer zu sagen, wie man dieses „Problem“, das eigentlich schon einige Jahre eines ist, in den Griff bekommen könnte.
Ich denke, es liegt zum einen daran, dass einige routinierte Spielerinnen in den letzten Jahren aufgehört haben und nur wenige „neue Gesichter“ nachgekommen sind, die den Sprung an die Spitze der Damen geschafft haben, zum anderen liegt es meines Erachtens an der grundsätzlichen Einstellung vieler Damen zum professionellen Bahnengolf an sich. Um wirklich ganz vorne mitzuspielen und kontinuierlich über Jahre wirklich gut zu sein, bedarf es einfach mehr als nur einiger Turniere bzw. Wettkämpfe im Jahr. Man benötigt enorm viel Ehrgeiz und Biss, den Willen, viel Zeit und Arbeit in sein eigenes Training, die eigene Vorbereitung (spielerisch, körperlich, mental) zu stecken, ein hohes Maß an Professionalität und Egoismus, einen hohen Spaßfaktor und noch einiges mehr. Ich kenne kaum einen Spitzensportler, der sich selber nicht für wichtig nimmt. Die Frage in meinen Augen ist allerdings jene, wie man dies nach außen trägt und präsentiert. Vielleicht liegen die Wurzel in der Arbeit an der Basis?! Doch auch wenn man seinen Blick auf diese Zielgruppe richtet, muss man nüchtern feststellen, dass es nicht so wahnsinnig viele Spielerinnen in Österreich gibt, die sich von sich aus aufdrängen und auch den eigenen Willen haben, wirklich vorwärts zu kommen und an sich zu arbeiten, um irgendwann einmal den Sprung an die Spitze zu schaffen.

BgI: Wie sieht eine Trainingswoche von Spitzenspielerin Elisabeth Gruber aus?

EG: Eine Trainingswoche in Bezug auf einen Großbewerb gestaltet sich zumeist annähernd gleich. Am Beginn steht das Austrainieren einer Anlage gemeinsam mit Manfred bzw. einem regelmäßigen Austausch von Informationen mit Freunden. Es wird getestet, ausprobiert – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt –, anderen zugeschaut, weiter getestet und sich in Ruhe der Wahl der optimalen Linien und Bälle gewidmet. Danach steht das ausgiebige Trainieren und „Einschießen“ auf den optimalen Plan, den man zuvor erarbeitet hat, an. Immer und immer wieder trainieren, schauen, ob es Änderungen gibt aufgrund von geänderten Wetterverhältnissen oder sonstigen Gegebenheiten bzw. ob es nicht in der Zwischenzeit einen noch besseren Ball oder Plan gibt. Meist werden Hunderte Schläge gemacht, wenige Pausen eingelegt und versucht, in Sequenzen und Runden das Erarbeitete in Fleisch und Blut übergehen zu lassen, die Schläge zu automatisieren und perfektionieren. Wenn ich merke, dass ich schon „austrainiert“ bin, mache ich bewusste Pausen, um mich selber zu bremsen und mir die Energie und Kraftreserven gut für den anstehenden Wettbewerb einzuteilen und aufzuheben.
Eine Trainingswoche unterm Jahr reduziert sich vorrangig auf Freitagnachmittag bzw. das Wochenende, wenn’s gut geht einen Abend unter der Woche. Jedoch bei den vielen Bewerben, die ein Kaderspieler zu spielen hat (Bundesliga, Nationencup, Länderkampf, Staatsmeisterschaft, eventuell Landesliga oder sonstige Pokalturniere) oder freiwillig spielt, ist es ohnehin der Fall, dass man durch das regelmäßige intensive Training im Schlag ist und nur in Phasen, die eine Schwachstelle aufdecken, gezielt und intensiver trainiert wird (z.B. Schnitttraining usw.).

BgI: Abschließend noch die Frage: Welche Ziele steckst du dir für die WM in Steyr?

EG: Klingt vielleicht banal oder „abgedroschen“, ist aber genau so: ich möchte ein SEHR GUTES Bahnengolf bieten, in jeder Situation das Beste geben, einen konzentrierten Wettkampf spielen. Jeder Spieler macht Fehler und kein Mensch ist perfekt – die Frage ist nur, wie man mit „Niederlagen“ oder Fehlern umgeht und sie wegsteckt. Ich möchte 1 ½ Wochen wirklichen Spaß am Spielen haben, gemeinsam mit dem Team Dinge erarbeiten und gemeinsam an einem Ziel arbeiten. Am Ende wird man sehen, zu welchem Ergebnis bzw. welcher Platzierung meine/unsere Leistung reicht. Ich weiß, was realistisch möglich ist und ich habe Träume. Aber man muss immer einen Schritt vor den nächsten setzen. Und ich werde in Ruhe „meinen eigenen Weg“ gehen.

BgI: Danke für das interessante Gespräch.



Bahnengolfinfo (BgI): Herzlichen Glückwunsch Manfred zum Staatsmeistertitel 2005. Es ist ja dein zweiter Einzelstaatsmeistertitel – wo reihst du diesen Erfolg ein? Welcher Titel „zählt“ für dich mehr?

Manfred Lindmayr (ML): Ich denke, für jeden Sportler ist der erste große Erfolg etwas ganz Besonderes. So war natürlich auch für mich der Staatsmeistertitel 2001 in Bischofshofen und Werfen ein Erlebnis, das für immer unvergleichlich bleiben wird. Das heißt allerdings nicht, dass damit der heurige Titel weniger wert ist .Er bedeutet mir natürlich auch unheimlich viel. Doch hinter jedem Erfolg steht auch immer eine Geschichte, wie es zu diesem Erfolg gekommen ist. Das beginnt in der Vorbereitung, geht über die Zielsetzung und gipfelt im konkreten Turnierverlauf. Auch im Jahr 2001 wusste ich natürlich um meine Leistungsfähigkeit und gehörte auch damals zum Kreis der Medaillenanwärter. Die Gedanken an einen Sieg stellten sich jedoch erst im Laufe des Bewerbes ein ,den ich persönlich in mentaler Hinsicht übrigens als einen meiner besten betrachte. Heuer hatte ich bis jetzt eine sehr, sehr gute Saison, sodass ich auch diesmal mit einem Spitzenrang spekulieren durfte. Angesichts des Charakters der Minigolfanlage in der Franz-Koci-Straße und meinen bisherigen Leistungen auf dieser Anlage in den letzten Jahren wusste ich , dass es ganz schnell anders kommen kann. Hier profitierte ich ganz eindeutig vom Spielverlauf, der sich in jeder Phase des Bewerbes zu meinen Gunsten entwickelte.

BgI: Es war ja ein Start-Ziel-Sieg. Liegt es dir mehr vorne wegzuspielen?

ML: Ein guter Start in den Bewerb hilft immer! Auch wenn mein persönlicher Spielverlauf mit Sicherheit nicht mehr so sehr von einer guten Startrunde abhängig ist wie früher, tut es gut, wenn die Umsetzung des Leistungsvermögens und der Trainingsleistungen gleich von Beginn an nach Wunsch klappt. Ich habe schon im Training gesehen, dass ich zu sehr „tiefen“ Rundenergebnissen ,auch auf dieser Betonanlage,fähig bin und erhielt im ersten Durchgang gleich die Bestätigung dafür. Verbunden mit der Überzeugung, auf Eternit nur von wenigen geschlagen werden zu können, steigerte ich mich am ersten Tag in einen „Spielrausch“ hinein, der mich nicht nur die große Hitze, sondern auch alle möglichen negativen Gedanken vergessen bzw. diese gar nicht erst aufkommen ließ. Und mit den sensationellen 88 Schlägen vom ersten Tag spielte es sich auch in weiterer Folge an den beiden anderen Tagen lockerer.
Trotzdem darf man nicht außer Acht lassen, dass es 11 Runden lang ein wirklich harter Kampf, insbesondere mit Christian Gobetz und Herbert Ziegler ,war, und uns lange Zeit nur wenige Schläge trennten. Hier kam mir wohl zugute, dass ich nach dem ersten Tag davon überzeugt war, dass ich mir nicht nochmals eine Führung nach dem ersten Tag aus der Hand nehmen lasse (so wie in Steyr im Vorjahr). Es war dies kein innerer Druck ,oder ein Zwang, gewinnen zu müssen, sondern ein positives Gefühl der inneren Überzeugung,, dass diese Staatsmeisterschaft MEIN Bewerb werden wird. Vielleicht gab dies in manchen kritischen Situationen den Ausschlag dafür, dass sich der Bewerbsverlauf zu meinen Gunsten entwickelte.
Und um nochmals auf die Frage zurückzukommen, ob es mir mehr liegt vorne wegzuspielen? Ich denke , es ist mental einfacher. Und wie ich auch schon aus leidvoller eigener Erfahrung weiß, entscheiden sich derartige Großbewerbe beinahe ausschließlich auf der mentalen Seite – es gibt sehr viele Spieler in Österreich, die zu absoluten Topleistungen fähig sind, sodass es allein darauf ankommt, sein Potential im richtigen Zeitpunkt auch bis ans Maximum ausschöpfen zu können. Und dass spielt sich eben im Kopf ab!

BgI: Du bist ja einer der konstantesten Spieler in Österreich. Worauf ist dies, deiner Meinung nach, zurückzuführen?

ML: Ich führe diesen Umstand auf mehrere Faktoren zurück, die alle ihren Teil dazu beitragen. Zum einen hatte ich das große Glück, 1994 meine Wehrpflicht bei der Heeres- Sport- und Nahkampfsschule (HSNS) ableisten zu können und dort 8 Monate lang nichts anderes zu tun zu haben, als Bahnengolf zu spielen. Für viele ist wahrscheinlich schon der Gedanke daran ein Albtraum, in spielerischer Hinsicht hat es mich aber ein großes Stück weitergebracht. Ich habe mir dort in unzähligen Stunden allein am Minigolfplatz eine Schlagautomation aneignen können, die mir auch noch Jahre danach in trainingsärmeren Zeiten weitergeholfen hat. Ein zweiter wesentlicher Punkt ist sicher der Umstand, dass ich gerne und vor allem sehr viel – oftmals mehr und intensiver als andere – trainiere. Und zuletzt habe ich das Glück, Vereinskollegen und Freunde zu haben, die ebenfalls eine Menge von dem Sport verstehen, sodass wir stets gegenseitig voneinander im Training und auch im Wettkampf profitieren.
Zählt man jetzt noch dazu, dass ich auch nach 21 Jahren Bahnengolf, davon 16 in diversen Nationalkadern, noch den notwendigen Ehrgeiz und die Motivation habe, besser zu werden und meinen Träumen ein Stück näher zu kommen, lässt es sich vielleicht erklären, warum ich nun schon seit einigen Jahren ein konstant gutes Bahnengolf spiele. Zu diesem Punkt gibt es ein recht treffendes Sprichwort, das lautet: „Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein.“ Und solange ich Spaß am Bahnengolf habe, möchte ich auch gut sein!

BgI: Vor allem dein Miniaturergebnis war bei der heurigen ÖM herausragend. Liegt dir dieses System persönlich am meisten oder spielst du alle drei Systeme gleich gern?

ML: Miniaturgolf gehört neben Filzgolf sicher zu meinem Lieblingssystem. Bei beiden Systemen gefällt mir insbesondere der Umstand, dass gute Schläge in aller Regel – von wenigen Ausnahmen, wie etwa manche Rohrhügel, abgesehen – durch ein gutes Ergebnis belohnt werden. Auf Minigolfanlagen entscheidet oft ein „guter Lauf“ über dein Ergebnis, beim Miniaturgolf, und noch mehr bei Filzgolf, sind stets jene vorne, die mehr gute Schläge gemacht haben. Beim Filzgolf kommt obendrein der besondere Reiz der größeren Dimension dazu – es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn der Ball deinem Plan entsprechend auf seinem bis zu 16 m langen Weg enge Hindernisse überwindet und dann den von dir mitgegebenen Schnitt umsetzt und auf Rücklauf in das kleine, weit entfernte Hole rollt! Ich finde, Filzgolf hat einfach den größten Suchtfaktor aller drei Systeme!

BgI: Kommen wir zur WM in Steyr. Deine tolle Form hast du ja bei der ÖM abermals bestätigt. Österreich darf also auf einen Spitzenplatz von dir bei der WM hoffen. Was ist dein Ziel für diesen Großbewerb?

ML: Ich hatte unbestritten eine sehr gute Saison bis jetzt, sodass nicht nur die „Bahnengolf-Öffentlichkeit“, sondern auch ich mir selbst einiges von dieser WM erwarten darf. Doch habe ich schon bei zu vielen internationalen Großbewerben teilgenommen, um nicht zu wissen, dass eine WM oder EM eigene Gesetze hat. Gerade in der Herrenkategorie gibt es mit Sicherheit an die 20 bis 25 Spieler, die grundsätzlich das Potential haben, eine Medaille zu erringen. Darum mache ich mir über das Einzel überhaupt keine Gedanken – zu viele Faktoren spielen eine Rolle, von denen man nur einen Bruchteil selbst beeinflussen kann.
Mein primäres Ziel ist es, gemeinsam mit dem Team Österreich die schon seit langem begonnene – und bis jetzt sehr gute – Vorbereitung auf diese WM bis zuletzt bestmöglich weiterzuführen und in der Folge meinen Teil dazu beizutragen, dass Österreich eine erfolgreiche WM spielen wird. Beide Mannschaften haben das Potential, um den Sieg mitzuspielen; jenes Team, dem es gelingt, am Ende des Bewerbes mehr gute Schläge gemacht zu haben, wird auf dem Podest ganz oben stehen. Darin sehe ich die primäre Aufgabe von uns Aktiven und dies sollte auch unser Ziel sein – so viele gute Schläge wie nur möglich zu machen! Dann ergibt sich der Rest von selbst, und auch wenn andere letztlich besser sein sollten, kann man sich dann jedenfalls keine Vorwürfe machen.

BgI: Im Nationalteam bist du einer der routiniertesten Spieler. Siehst du es als deine Aufgabe die jüngeren Spieler zu „führen“?

ML: Bezogen auf das Nationalteam glaube ich nicht, dass die Spielerinnen und Spieler im Nationalkader eine derartige Führungsperson brauchen, da jeder von uns schon so viel Erfahrung in unserem Sport hat und auch die entsprechende professionelle Einstellung haben sollte, dass es diesbezüglich nicht notwendig sein sollte, sie an die Aufgabe „Nationalteam“ heranzuführen. Zudem kommt, dass wir seit der Übernahme der Teamcheffunktion durch Bernd Schaller wieder einen Mann an der Spitze des Nationalkaders haben, der zu jenen mit der professionellsten Einstellung zum Bahnengolf in Österreich gehört. Seine Zielstrebigkeit und Ernsthaftigkeit hat merklich einen Ruck durch den Nationalkader gebracht, sodass ich der Meinung bin, dass er nicht nur die Führungsrolle innehat, sondern auch jene Führungspersönlichkeit ist, die es schafft, von jedem vielleicht noch ein bisschen mehr als erwartbar herauszuholen.
Was die Vorbildrolle als guter Spieler allgemein betrifft, versuche ich zumindest, diese so gut wie möglich zu erfüllen. Auch wenn ich nicht ein Mensch bin, der mit seinen Tipps aktiv auf andere zugeht, so versuche ich doch stets, für Probleme anderer offen zu sein, und meine Erfahrungen auch weiter zu geben. Ob mir dies auch in dem von anderen gewünschten Ausmaß gelingt, müssen diese beurteilen.

BgI: Abschließend noch eine Frage: Du hast schon einige Großbewerbe auf deinem Konto – wie schaffst du es Jahr für Jahr dich wieder neu zu motivieren?

ML: Mir macht es einfach auch nach so vielen Jahren noch Spaß und es gibt wie bereits erwähnt, immer noch Ziele und Träume, die ich verwirklichen möchte. Ich gebe schon zu, dass es auch bei mir Phasen gibt, in denen ich mir ernsthaft Gedanken darüber mache, ob das ganze diesen großen Aufwand noch wert ist, doch bringt jeder kleine Teilerfolg wieder Motivation, weiterzumachen und an der Verwirklichung des nächsten Etappenzieles zu arbeiten. Da spielt es natürlich eine große Rolle, dass bei mir sowohl das berufliche als auch das private Umfeld dazu passt. Ich kann nicht nur die erforderliche Zeit aufbringen, sondern habe mit Lisa auch eine Partnerin, die meinen (Zeit-)Einsatz nicht nur versteht, sondern vielmehr sogar ebenso viel Zeit und Energie in das Bahnengolf investiert. Gegenseitig geben wir uns immer wieder die Motivation und Kraft, in schwierigen Situationen oder nach Misserfolgen weiter zu arbeiten und wieder nach vorne zu blicken. Doch letztlich ist die Freude am Bahnengolf das Einzig entscheidende. Solange die vorhanden ist, werde ich um mein Team-Leiberl kämpfen!

BgI: Danke für das interessante Gespräch


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