Es ist 16:11, 19.10.2017

Interview mit Jugendsportwart Michael Dvorak


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Ein Gespräch über den Nationencup der Jugend ,den Kader und die Zukunft

Bahnengolfinfo (BgI): Hallo Michael, zuerst einmal Glückwunsch zum Abschneiden beim Jugendnationencup in Pombal/Portugal. Wie waren deine persönlichen Eindrücke (Anlagen, Organisation, Stimmung im Team)?

Michael Dvorak (MD): Danke für die Glückwünsche. Zu den Anlagen kann ich nur sagen, dass ich außer ein paar Fotos nichts über die beiden Plätze wusste, außer dass auf Filz drei für uns neue Bahnen vor Ort waren, und dass es auf Eternit sehr viele Assbahnen gibt – somit vermutlich sehr tief gespielt werden muss. Wir wurden sehr schnell eines Besseren belehrt.
Die beiden Anlagen stellten sich als sehr selektiv und schwierig heraus. Mit gezieltem Training (Schwerpunkt auf der Eternitanlage) haben wir die zwei Systeme für die kurze Zeit relativ gut in den Griff bekommen. Im organisatorischen Bereich sind sicherlich noch einige Verbesserungen notwendig. In Anbetracht, dass auf diesen Anlagen kein Verein ansässig ist und dies der erste JNC in Portugal war, kann man die Note GUT vergeben.
Zur Stimmung im Team kann ich sagen, dass, nach anfänglichen kleineren Problemen und einer gründlichen Aussprache mit der gesamten Mannschaft, die sehr gute Stimmung von Olten getopt wurde.

BgI: Wie habt ihr euch auf diese Saison vorbereitet? Bei diversen Kaderlehrgängen hattet ihr ja interessante Gäste. Was wurde dort gelehrt?

MD: Wir haben uns im heurigen Jahr mit zwei Kaderlehrgängen im Wasserpark auf die Saison vorbereitet.
Beim ersten Lehrgang habe ich den SpielerInnen die Regeln an den für uns neuen Filzbahnen erklärt. Weiters haben wir über Kondition, Ernährung sowie über Erlernen und Durchführen von Technik- und Temposchlägen gesprochen und dies geübt. Hauptaugenmerk war auch die Vorbereitung auf den zweiten Kaderlehrgang, im Zuge dessen wir einen Vergleichskampf gegen die Senioren gespielt haben. Im zweiten Kaderlehrgang waren mit Fritz Gastgeb und Friedl Hofstätter zwei Gäste anwesend, die meine Vorarbeit vom ersten Lehrgang vertieften und noch genauer in Einzelgesprächen auf die Fragen der SpielerInnen eingegangen sind. Es ging hier um die Frage, was einen perfekten Bahnengolfer ausmacht und was alles außer spielen dazu von jedem Einzelnen gewünscht bzw. abverlangt wird. Für den mentalen Bereich möchte ich versuchen, Dr. Ulli Vogt für einen Tag bei der ÖJM in Bischofshofen zu gewinnen.

BgI: Wie vielen aufgefallen ist, hast du mehrere neue Jugendnationalspieler zum JNC mitgenommen. Wie bewertest du die Leistungen der jungen Spieler?

MD: Wie Ihr ja vielleicht wisst, gibt es beim JNC seit letztem Jahr eine eigene Wertung für Schüler (Internationale Schülermeisterschaften). Diese kann man zusätzlich zum normalen Kontingent nominieren. Die Schüler können dann entweder nur im Einzel für diesen Bewerb, oder auch in den Mannschaften eingesetzt werden.
Wir wollten daher einigen jüngeren Kadermitgliedern, welche im Vorfeld schon gute Leistungen erbracht hatten, die Möglichkeit bieten, internationale Minigolfluft zu schnuppern, um sich dort eventuell zu profilieren. Mit den Plätzen eins und drei bei den weiblichen Schülern, durch Birgit Dallinger und Bianca Utzig, konnten wir , wie schon im Vorjahr, zwei Podestplätze erreichen. Bei den männlichen Kindern erreichten wir die Plätze vier und sechs. Patrick Riener versäumte den zweiten Platz nur um drei Schläge . Somit muss ich sagen, dass ich mit den gezeigten Leistungen der SchülerInnen recht zufrieden bin.

BgI: Seit längerer Zeit „hinkt“ die männliche Jugend der weiblichen etwas nach. Worauf ist dieser Umstand deiner Meinung nach, zurückzuführen? Wie sieht die Aufbauarbeit dafür aus?

MD: Der Vergleich der männlichen und der weiblichen Jugendlichen ist eigentlich nicht wirklich zulässig, da sich bei der weiblichen Jugend die Konkurrenz auf Deutschland, Schweden und die Schweiz, mit Abstrichen noch Tschechien , beschränkt. Bei den Burschen ist die Leistungsdichte wesentlich höher und eine Platzierung am Podest ungleich schwieriger. Was aber nicht darauf hindeuten soll, dass wir nicht alles Nötige in diese Richtung unternehmen.
Wie bei der vorigen Frage schon gesagt, gibt es eine Menge junger Spieler ,die nachdrängen und mit guten Leistungen aufhorchen lassen. Ich denke, dass wir mit einer guten Mischung aus routinierten und hungrigen neuen Spielern das Ziel „Stockerlplatz“ nicht aus den Augen verlieren werden.

BgI: Wenn man sich die Ergebnislisten der letztjährigen JWM und vom JNC ansieht, fällt auf, dass Österreich die Deutschen zweimal ziemlich deutlich geschlagen hat. Ist dies, deiner Meinung nach, nur auf Filz so , oder haben wir auch auf den anderen Systemen aufgeholt?

MD: Wenn man die Ergebnislisten wirklich genau betrachtet, dann sieht man auch, dass wir ziemlich an den Schweden dran sind (zumindest bei den Mädels und beim JNC), wobei wir auf Eternit etwas stabiler werden müssen. Dies dürfte uns aber in Pombal, wie man an den Platzierungen gesehen hat, schon teilweise gelungen sein.
Nichts desto trotz ,haben wir noch ein hartes Stück Arbeit vor uns, um diese Leistungen zu stabilisieren bzw. weiter zu verbessern.

BgI: Durch das Bundesligaprojekt des SV OMV Gänserndorf spielen nun mehr Jugendliche in der Bundesliga. Welche Vorteile siehst du darin für die Jugend und würdest du dir mehr Jugendnationalspieler in der Bundesliga wünschen?

MD: Außer den Mädels von den „Gänsen“ spielen auch bei Bludenz noch zwei Jugendliche und hie und da Birgit Cernicek bei URG, die alle schon mit guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht haben.
Ich würde es begrüßen, wenn noch mehr Jugendliche in der BuLi mitspielen könnten. Nur durch Spielpraxis und durch das Messen mit der nationalen Spitze kann man auf Dauer international bestehen.
Eine Vision von mir wäre eine BL-Mannschaft, bestehend aus Jugendlichen, die als neunte Mannschaft mitspielt und je nach Örtlichkeit immer aus Spielern des Kaders aus der jeweiligen Region zusammengesetzt wird. Dies würde – über das ganze Jahr – fast jedem Kadermitglied die Möglichkeit bieten, an einer oder mehreren Bundesligarunden teilzunehmen.

BgI: Wäre es dir lieber, wenn die Österreichischen Jugendmeisterschaften vermehrt auf Kombianlagen ausgetragen werden würden? Welche Vorteile bzw. Nachteile siehst du darin?

MD: Es wäre sicherlich begrüßenswert, wenn die ÖJM auf Kombianlagen ausgetragen werden könnte, da dies für den Kader eine hervorragende Möglichkeit zur Vorbereitung auf internationale Großbewerbe wäre.
Die Nachteile sehe ich darin, dass wir erstens noch mehr Personen für die Betreuung der Jugendlichen benötigen würden und zweitens, vermutlich auf Grund der begrenzten Anzahl von Kombianlagen, die ÖJM immer auf denselben Anlagen stattfinden würde. Viel mehr Freude hätte ich, wenn es generell mehr Bewerbungen für diesen Event gäbe.

BgI: Von Seiten des ÖBGV hört man, dass im nächsten Jahr neue Arten von Kaderlehrgängen geplant sind. Kannst du uns schon mehr darüber verraten?

MD: Ja, es wird im nächsten Jahr tatsächlich einen neuartigen Kaderlehrgang geben. Dieser wird in einem Bundesleistungszentrum stattfinden und beschäftigt sich neben dem Bahnengolfen mit dem komplexen Sportler an sich. Genaueres kann und möchte ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verraten .Wir arbeiten noch an einem wesentlich größerem Projekt und sollte dieses Wirklichkeit werden, so werde ich Euch spätestens am Verbandstag in Eugendorf davon berichten.

BgI: Abschließend noch eine Frage: Welche Ziele steckt ihr euch für die JEM im August?

MD: Das mit den gesteckten Zielen ist immer so eine Sache, bei der man sich leicht den Mund verbrennen kann. Natürlich gibt es Ziele. Diese heißen eindeutig Edelmetall und mein schönstes Geschenk wäre, den Erfolg aus dem Vorjahr zu bestätigen bzw. zu übertreffen.

BgI: Danke für das interessante Gespräch.

Verfasser: Michael Dvorak


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