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14 Jahre


Kategorie: Player

Player

Heinz Laukes blickt auf seine internationale Karriere mit Humor zurück

Anlässlich meines Rücktritts als Spieler aus dem Seniorenkader bei der EM in Bad Münder wurde ich gebeten, einen Rückblick auf meine aktive Zeit im Nationalteam zu schreiben. Dies stellt mich vor ein großes Problem, nämlich mein Vergesslichkeit ! Wenn man eigentlich schon zwei Jahre bei den Senioren-2 spielen könnte, ist das aber legitim. Wie bei allem im Leben, bleiben nur einige Höhepunkte im Gedächtnis haften, wobei sich die positiven mit den negativen ziemlich die Waage halten.

Begonnen hat meine Karriere 1990. Als Jung-Senior wurde ich damals in den Kader aufgenommen, es war zu diesem Zeitpunkt keine leichte Angelegenheit für einen ehrgeizigen Spieler, in der festgefügten Hierarchie der arrivierten Teamspieler Fuß zu fassen. Vielleicht geht es heute den „Neuen“ im Team ebenso, ich hatte jedenfalls meine Probleme mit einigen meiner Teamkollegen.
Auch das Verhältnis zu den Spielern der anderen Nationen war, im Gegensatz zu heute, nicht wirklich kameradschaftlich. Man sprach nur das notwendigste miteinander und hegte kaum nähere Kontakte. Die heutige Situation ist da ganz anders. Gerade mit unserem „Erbfeind“ Deutschland verbindet uns ein geradezu freundschaftliches Verhältnis.
Diese Annäherung war wahrscheinlich die gravierendste Änderung im internationalen Seniorensport. Man respektiert den Gegner, aber ohne in Ihm das typische Feindbild zu sehen. Ich wurde in den 14 Jahren meiner Tätigkeit 10 x für die Mannschaft der EM nominiert. Meine erste EM war 1990 in Afferden (NL) auf Beton, gleich nach meiner Aufnahme in den Nationalkader. Hier beginnen meine Erinnerungen an diverse Hoppala's im Umfeld der EM's. So geschah es z.B. in Afferden beim Training, dass Horst Hartl bei seinen Anschüssen auf Bahn-15 von einem höhnischen Gemecker einer Ziege (nebenan war ein kleiner Streichelzoo) begleitet wurde, während beim Bewerb Sigi Monz völlig aus der Fassung geriet, als ein Hase seelenruhig zweimal über die, von ihm bespielte Bahn hoppelte. Auch die Bestellung eines kleinen Bieres im großen Glas von Adi Schedler – serviert wurde ihm ein kleines Glas, welches in einem großen stand – blieb mir im Gedächtnis haften.
Solche Erlebnisse waren all die Jahre die Würze der, manchmal etwas tristen, Erinnerungen. Es gibt eine ganze Reihe solcher Erinnerungen, einige davon möchte ich doch hier anführen. So z.B. die EM in Malta 1995. Wir wohnten in einem recht guten Hotel, bei dem der Aufzug allerdings seine Tücken hatte. Mehrmals am Tag blieb er stecken, so dass Teamchef Leopold Dittrich uns verbot, den Aufzug während der Bewerbstage zu benutzen (die Ereignisse gaben ihm Recht).

Auch Creazzo (IT) 1996 hatte seine Höhepunkte.
Die Eröffnung wurde von einem Musikzug der Alpini angeführt, welche sogar Franz Gschmeidler begeisterten. Die Eigenheit dieser Truppe, im Laufen zu spielen, faszinierte ihn. Von der sportlichen Seite her versprach die EM in Gänserndorf (1997) einen Erfolg. Wir hatten hier einen Heimvorteil, die Gänserndorfer versuchten, unsere Wünsche schon von den Lippen abzulesen, es gab eine umfassende Vorbereitung. Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen konnten wir keinen wirklichen Erfolg verbuchen. An mir selbst lief diese Meisterschaft voll vorbei, ein Todesfall in der Familie 10 Tage vorher hatte mich komplett aus dem Konzept gebracht. Leistungsträger, wie z.B. Karl Lakos (wurde ausgetauscht) konnten ihre Trainingsergebnisse nicht einmal annähernd bringen. Hier wurde ein großes Manko unserer Truppe aufgezeigt – wir konnten uns nicht aus eigener Kraft aus dem Schlamassel befreien. Eine Mannschaft, die mit hängenden Köpfen herumschleicht, kann nicht mehr die Kraft aufbringen die notwendig ist, um über schlechte Ergebnisse hinwegzukommen. Die nächste EM in Papendahl (1998) fand ohne mich statt. Diese Nichtnominierung war eine der größten Enttäuschungen für mich, da sie ohne ersichtlichen Grund stattfand.

Doch im nächsten Jahr in Bystrice (CZ) war ich wieder dabei. Diesmal stimmte in der Mannschaft eigentlich alles. Wir waren gut drauf, hatten am Beginn des Bewerbes die Deutschen gut im Griff und scheiterten wiedereinmal. Es ist für mich auch heute noch nicht verständlich, warum es den Deutschen immer gelingt, sich aus einem Tief zu befreiein und uns nicht. Je besser die Runden Deutschlands wurden, desto schlechter wurden unsere, so dass es auch diesmal für einen Stockerlplatz nicht reichte. Diese Situation setzte sich mit (un)schöner Gleichmäßigkeit über Eupen (2000), Luxemburg (2001) und Göteborg (2002) fort. 2003 kam dann aber doch „unsere“ EM. Das BGZ Franz Koci-Straße, meine Heimanlage und von mehr als 50% unserer Mannschaft gut bekannt und austrainiert, lieferte uns einen optimalen Rahmen. Trotz widriger Wetterverhältnisse lieferten wir einen packenden Kampf, der dann auch mit dem größten Erfolg meiner Karriere belohnt wurde. Mannschaftsgold und Bronze im Einzel waren für mich die schönste Belohnung in meiner langjährigen Spielzeit. Hier wurde zum ersten Mal der Gedanke ans Aufhören in mir wach. Meinen Entschluss, mich noch einmal der Qualifikation zu stellen, habe ich aber nicht bereut.

Die EM 2004 in Bad Münder (DEU) brachte mir wieder die Herausforderung, die ich brauchte. Filzgolf, ein System das von einigen nicht wirklich geliebt wird, fasziniert mich. Es ist für mich, auf einer normalen Anlage, das ehrlichste Spiel überhaupt. Es ist aber auch das System, welches die größte Umstellung im Denken erfordert. Aber schon vor dem Bewerb stand für mich fest, dass es für mich die letzte EM als Spieler sein sollte. Ich wollte nicht warten, dass mir auf Grund permanent schlechter Ergebnisse der Rücktritt nahe gelegt wird. Der 10. Rang bei dieser EM war für mich ein guter Abschluss meiner Laufbahn als Spieler. Ich hatte in dieser Zeit den Wechsel dreier Teamchefs, Leopold Dittrich, Horst Spirk u. Fritz Andrasch , miterlebt und konnte dabei einiges an Erfahrung sammeln. Ich selbst war wohl selten ein angenehmer Spieler, eher aufmüpfig und rebellisch. Trotzdem hoffe ich, meinen Mitspielern der vergangenen Jahre nicht nur als „unwilliger Spender“ beim Tarock, oder als ständiger Querulant in Erinnerung zu bleiben. Ich selbst habe diese Jahre meistens sehr genossen, habe mich über die wachsende Kameradschaft im Team sehr gefreut. Ich möchte auf diesem Wege allen meinen Ex-Mannschaftskollegen für ihre aktive Zeit im Nationalteam noch die besten Wünsche mitgeben und Danke allen, die mich in diesen Jahren immer wieder unterstützt haben.

Heinz Laukes

Verfasser: Heinz Laukes


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