Es ist 15:59, 21.08.2017

Nationencup der Allgemeinen Klasse in Prag 2002


Kategorie: Player

Player

aus der Sicht der Bundessportwartin Claudia Wiesenbauer

Mein erster internationaler Einsatz als Teamchef folgte in Prag beim Nationencup. Bei diesem Bewerb spielen jeweils 4-er Mannschaften. Da sich Österreich schon vor 2 Jahren bei Entstehen dieses Modus entschied, jeweils eine Dame in diese Mannschaften einzubauen, waren maximal 3 Mannschaften spielberechtigt. Ich konnte nicht zuletzt wegen der relativ geringen Entfernung und der "billigeren" Kosten drei Mannschaften nominieren.

Anna Binggl, Alexandra Schrimmel und Manuela Osterkorn - unsere drei Damen - bildeten mit Roland Ludescher, Herbert Ziegler, Bernd Gaida, Günter Inmann, Manfred Lindmayr, Heinz Weber, Bernd Schaller, Mario Höbinger und Reinhard Schuster, komplettiert von unseren beiden Betreuern Hans Schilling und Andreas Schallner, unsere Teams.

Abfahrt war Mittwoch um 8 Uhr von Hollabrunn. Pünktlichst waren alle Spieler/innen zur Abfahrt bereit, und so wurde das Gepäck in den dort bereitstehenden Bus umgepackt.

Zu erwähnen wäre hier noch, dass unsere drei Vorarlberger mit den Schweizern mitfahren konnten und ihnen so die mühsame Fahrt nach Hollabrunn erspart blieb.

Nach den Erlebnissen des Vorjahres beim Europacup entschlossen wir uns, mit dem Bus anzureisen und die Privatautos bei der Schule in Hollabrunn stehen zu lassen. Dass diese Entscheidung richtig war, zeigte die Tatsache, dass den Schweizern der Anhänger für den kleinen Bus vor dem Hotel gestohlen wurde. Zwar meinte Bernd noch, "was ist, wenn die uns den Bus stehlen", aber das war dann doch eher unwahrscheinlich.

Gegen Mittag erreichten wir unser Quartier, der Nachmittag stand den Spielern zum freien Training der Eternitanlage zur Verfügung. Trainiert wurde in 3-er Gruppen, wobei jeweils nach 6 Bahnen die Erfahrungswerte untereinander ausgetauscht wurden, was auch sehr gut funktionierte. Unser Restaufgebot aus dem westlichsten Bundesland hatte eine doch etwas anstrengendere Anreise und erreichte Prag erst gegen Abend, gerade noch rechtzeitig zur Abfahrt ins Quartier.

Bei einem gemütlichen Abendessen - mexikanisch, scharf und gut - und einer kurzen Besprechung endete der erste Tag.

Am Donnerstag stand zuerst das Training auf Beton am Programm. Wieder wurde in Gruppen trainiert, aufgrund der Platzanordnung und Größe war es aber ungleich schwieriger, immer die richtigen Bälle sofort parat zu haben. Unsere Betreuer wurde so verteilt, dass Hans Schilling auf Beton die Bahnen 7-14 betreute und Schandi die gesamte Eternitanlage. Am Nachmittag wurde dann auch auf das System Eternit gewechselt , jeder so, wie er es für sich notwendig empfand. Bei der Besprechung am Abend stellte sich bald heraus, dass es ein Wahnsinnschaos geben würde, wenn vorne auf Beton nicht wenigsten ab und zu ein Betreuer anwesend sei. So übernahm ich diesen Teil. Der Freitag wurde für die Spieler dann ein wenig härter. Von mir eingeteiltes Training und einige Serien sorgten bei einigen für die ersten Ermüdungserscheinungen. Am Abend gab es einen gemeinsamen Grillabend aller Teilnehmer direkt bei der Anlage - sozusagen eine Eröffnungsfeier des diesjährigen Nationencups.

Der Bewerb sollte dann recht hart werden. Einige hatten diesen Modus noch nicht kennengelernt und mussten zur Kenntnis nehmen, wie kraftraubend 6 Runden - 3 Doppelrunden - sein konnten, vor allem, wenn sich der Bewerb endlos in die Länge zog. Kurz zum Modus: Nach jeder einzelnen Runde wurde eine Wertung mit Punkten analog der Bundesliga oder Landesliga vorgenommen. Die 18 teilnehmenden Mannschaften wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, so dass jede dieser Gruppen aus 9 Mannschaften bestand. Die Sieger einer Runde bekamen somit 16 Punkte, die Zweitplatzierten 14, usw. Bei Schlaggleichstand wurden die Punkte geteilt. Österreich II (Bernd Schaller, Manuela Osterkorn, Mario Höbinger, Reinhard Schuster) wurde in Gruppe A gesetzt, Österreich I (Günter Inmann, Alexandra Schrimmel, Manfred Lindmayr, Heinz Weber) und Österreich III (Roland Ludescher, Anna Binggl, Herbert Ziegler, Bernd Gaida) in Gruppe B. Die Konkurrenz war groß, so musste man mindestens unter die besten vier kommen, um ins Finale einzuziehen. Dort spielten die jeweils beiden Erstplatzierten um die Ränge 1 - 4, die Dritt- und Viertplazierten um die Ränge 5 - 8. Nach dem ersten Tag, also eben diesen lange dauernden 6 Runden, lagen unsere Teams auf recht guten Positionen. Österreich II belegte Rang 3 in Gruppe A, Österreich III lag punktegleich mit Tschechien auf Rang 2, Österreich I auf dem fünften Zwischenrang. Der positive Teamgeist war nicht nur innerhalb der einzelnen Mannschaften zu spüren, unsere Teilnehmer feuerten sich gegenseitig an, egal welcher Mannschaft der jeweilige Spieler angehörte. Dieses gute Klima steckte auch die Betreuer an, und wer Hans Schilling kennt, der weiß, was es bedeutet, wenn dieser sich zufrieden über einen Bewerb äußert.

Diese Stimmung verstärkte sich am Sonntag noch einmal. Österreich III spielte sich mit einer 118-er Betonrunde an die Spitze ihrer Gruppe und voller Euphorie erreichten sie auch noch mit einer 85-er Eternitrunde fast das Punktemaximum. Das bedeutete in der Zwischenwertung Rang 1 und die Finalteilnahme um die Ränge 1-4. Für Österreich I verlief der zweite Tag nicht ganz so erfolgreich. Punktegleichstand mit Deutschland I und nur einen einzigen Schlag Unterschied zu unseren ungunsten nach 8 Runden, bedeuteten den fünften Platz, und so verpassten sie die Teilnahme am 5-8er Finale nur denkbar knapp. Trotzdem mein Kompliment auch an dieses Team, hatten sie doch mit dem Handicap zu kämpfen, dass Heinzi sich das Kreuz verrissen hatte und nicht voll "einsatzfähig" war. Die vier Spieler/in gaben nie auf und versuchten bis zum Schluß, alles dafür zu tun, um doch noch ins Finale zu kommen - schade, dass es nicht gereicht hat, verdient hätten sie sich das allemal.
In der Gruppe A hielt sich Österreich II an der dritten Stelle und spielte somit um die Ränge 5-8.

Österreich III gegen Schweden I lautete die erste Begegnung im Semifinale. Man merkte der Truppe schon an, die hatten mehr vor, als sich mit einem soliden Rang unter den besten 4 zu begnügen. Nach einem nicht ganz einfachen Start auf Eternit besannen sie sich ihrer zuvor gezeigten Betonstärke und gaben alles, um die auf Miniatur verlorenen 4 Schläge wieder aufzuholen. Mit einer 117-er Betonrunde konnten sie schließlich das, wovon sie zuvor noch geträumt hatten, schaffen - der Einzug ins Finale und Spiel um Rang 1. Österreich II verlor die erste Begegnung gegen Deutschland I und mussten nun noch einmal gegen Deutschland, diesmal die zweite Mannschaft, ran.

Da es zeitmäßig schon sehr knapp wurde, beschloss das Schiedsgericht in Übereinkommen mit den Mannschaftsführern, das Finale in nur mehr einer einzigen, anstelle einer Doppelrunde, durchzuführen. Das Los entschied, wer auf welches System musste. Die Plätze 5-8 wurden auf Beton, die Ränge 1 - 4 auf Eternit entschieden. Österreich II unterlag auch den Deutschen II und erreichte somit in der Endwertung den achten Gesamtplatz. Die Mannen von Österreich III waren vorerst enttäuscht, dass ausgerechnet sie auf Eternit um den Titel spielen mussten, hatten sie gerade auf Beton so überzeugt. Mit starker Unterstützung von Österreich I schafften die vier es, einen Vorsprung von drei Schlägen herauszuspielen. Innerhalb von nur wenigen Minuten platzte dann der Traum vom totalen Triumph. Die Unroutiniertheit unserer vier jungen Spieler verpasste ihnen dann - bei uns würde man sagen, eine gehörige "Watschn". Ein Laby-4-er, ein Rohr-2as und ein Drittas am Favi machten alle Träume zunichte. Mit 90 zu 93 Schlägen musste sich unser Team Schweden II geschlagen geben, trotzdem war es ein großartiger Erfolg, über den sich schließlich alle freuten.

Nationencup
Ein zufriedener Bernd Schaller

Obwohl dies ein reiner Mannschaftsbewerb war, möchte ich nicht die Leistung von Bernd Schaller unerwähnt lassen. Mit einem Score von 191 Schlägen nach 8 Runden reihte er sich ganz oben in der Ergebnisliste ein.

Der Abend war schon recht spät, als der Bewerb endlich zu Ende war. Für die meisten von uns stand am Montag noch ein halber Trainingstag auf dem Programm, bei dem Erfahrungen aus dem Bewerb zu gezieltem Training genutzt werden sollten. Allerdings waren die meisten doch schon recht müde und so freuten sich schließlich alle auf die Heimreise.

Ich als Teamchef war mit der gezeigten Leistung meiner Spieler sehr zufrieden. Jeder spielte für jeden und die Stimmung untereinander war gut, wie schon lange nicht mehr. Sogar Leo wurde von dieser angesteckt und war rundherum zufrieden.

Hiermit möchte ich mich noch recht herzlich bei Leo für die großartige Unterstützung bei meinem ersten Einsatz bedanken. Selbstverständlich auch bei Schandi und Hansi für die unermüdliche Arbeit an den Bahnen, und das, obwohl Schandi sich die Unterschenkel verbrannt hatte - Sonnenbrand - und gar nicht wusste, wie er stehen sollte. Weiters gilt mein Dank aber in erster Linie den zwölf Aktiven, die Österreich in Prag vorbildlich vertreten haben. Mit diesem Gemeinschaftsdenken und engagiertem Spiel können wir noch einiges erreichen!! Ich war tief beeindruckt! Also noch einmal DANKE!

Für einige dieser Teilnehmer steht im August die Europameisterschaft auf dem Programm. Ich sehe dieser auf jeden Fall mit gutem Gefühl entgegen.

Verfasser: Claudia Wiesenbauer


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