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Es wurde eng in der Halle


Kategorie: Bewerbe
Datum: 20.02.2007

Bewerbe

Die Marco Polo Halle in Wien war Austragungsort des Bundesländercups der Senioren 2007

Bundesländercup der Senioren 3.2. – 4.2.2007
Miniaturgolfhalle im Sportcenter Marco-Polo Wien, Ruthnergasse

Der erste Großbewerb für die Wiener Miniaturgolfhalle war eine Herausforderung , sowohl für die Organisation, als auch für die Aktiven.

Da diese Halle sicher nicht allgemein bekannt ist – eine kurze Beschreibung:

In der Hälfte einer Tennishalle wurden ein Fitnesscenter und eine Miniaturgolfanlage untergebracht. Was zur Folge hatte, dass die Bahnen relativ eng aufgelegt wurden. Es ist daher bei jedem Bewerb notwendig, dass sowohl die Aktiven, als auch die Zuschauer Rücksicht nehmen.

Dankenswerterweise war das auch diesmal der Fall, so dass es keine nennenswerten Reklamationen diesbezüglich gab. Nach Bekanntgabe der Trainingseinteilungen gab es zwei Wochen vor dem Bewerb einen Protest vom Salzburger Landesverband, welcher mit der Zuteilung in die erste Trainingsgruppe nicht einverstanden war.

Dazu muss vorausgeschickt werden, dass die Einteilung der Gruppen sowohl nach der Region, als auch nach der Anzahl der gemeldeten Teilnehmer/innen stattfindet. Es wurde diesmal eine Ausnahme gemacht, Wien und Niederösterreich in eine Gruppe gesetzt (diese Gruppe hatte damit um vier Aktive mehr) und die restlichen Bundesländer gemeinsam in die zweite Gruppe.

Bei der Sitzung der Landessportwarte wurde aber vom Präsidenten des ÖBGV – Hr. Leo Moik – ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Vorgangsweise keinerlei Präjudiz schaffen kann. Für Wien und Niederösterreich war diese Regelung sogar von Vorteil, da diese Gruppe kaum mehr Bahnen trainieren musste und das Rundenspiel sehr flüssig durchgezogen werden konnte. Bei der 2.Gruppe sah die Raumaufteilung allerdings ganz anders aus. Es gab kaum eine Bahn, an der nicht mehrere Spieler/innen anstanden, um einige Trainingsschläge zu absolvieren. So gesehen wäre es wahrscheinlich vielen Aktiven lieber gewesen, mit Wien oder Niederösterreich in einer Trainingsgruppe zu sein.

Der erste Bewerbstag begann, wie erwartet, mit viel Nervosität und Unsicherheiten. Mit dem Rohr als Bahn-2 waren sehr viele überfordert, diese Schlüsselbahn erfordert (wie einige andere auch) ein hohes Maß an Genauigkeit und Tempogefühl. Es gab viele, die hier das volle Programm absolvierten und noch mehr, die zwischen drei und fünf Schläge benötigten, um diese Bahn zu bezwingen.

Die dadurch entstandene Zeitverschiebung bei den Startzeiten hielt sich allerdings in akzeptablen Grenzen, eine halbe Stunde nach dem 1.Durchgang, für die drei weiteren Runden insgesamt eine weitere halbe Stunde – das war im Bereich des Erwarteten. Wie Eingangs schon erwähnt war die Disziplin, speziell im heiklen Mittelgang, sehr gut, obwohl es einige „Blindschleichen“ gab, die offensichtlich außer für ihr eigenes Spiel kein Auge mehr übrig hatten, mit dem sie einen Blick in die nähere Umgebung ( = Nachbarbahn) werfen konnten.

Ich will hier nicht mit einzelnen Ergebnissen aufwarten, diese kann man viel besser in der Ergebnisliste nachvollziehen. Trotzdem möchte ich ein herausragendes Tagesergebnis nicht unerwähnt lassen: mit 81 Schlägen kratzte Herbert Bäk am Gesamt-Platzrekord und verbesserte den Rekord der Senioren um einen Schlag.

Vier perfekt gespielte Runden katapultierten ihn unangefochten an die Spitze. Bei den Mannschaften gab es auch kaum Überraschungen. Die Wiener Damen setzten sich vom Start weg an die Spitze und blieben bis zum Schluss ungefährdet. Die Oberösterreicherinnen lagen nach dem 1.Tag nur fünf Schläge hinter Niederösterreich – keine schlechte Ausgangsbasis für den 2.Tag. Allerdings konnten sie bei den beiden letzten Runden nichts mehr zulegen und mussten sich mit dem 3.Rang begnügen. Spannend war es auch bei den Herrenmannschaften.

Die Favoritenrolle, in die sie auf Grund des Heimvorteils gedrängt wurden, behagte den Wienern offensichtlich nicht. Mit ihrem etwas verkrampft wirkendem Spiel konnten sie die, frei losspielenden Niederösterreicher zwar in Schach halten, es gelang allerdings kein befreiender Durchgang, mit dem sie sich absetzen konnten. Niederösterreich steigerte sich von einem Durchgang zum Anderen, führte nach dem 1.Tag mit sechs Schlägen, konnte diesen Vorsprung auch noch weiter ausbauen und gewann mit einem gleichmäßigen Spiel sicher vor Wien und Tirol. Es war ein durchaus verdienter Sieg, vor allem wenn man bedenkt, dass Herbert Bäk (aus persönlichen Gründen) nicht in der Mannschaft spielte.

Im Rahmen der Siegerehrung sprach Leo Moik nochmals das Dopingproblem an. Im besonderen wurde darauf hingewiesen, dass auch Alkohol als Doping anzusehen und daher verboten ist. Da nur das Österr. Anti-Doping-Comite (ÖADC) berechtigt ist solche Kontrollen durchzuführen, ist es leider nicht möglich, Missbrauch dieser Art zu verhindern. Es wurde allerdings auch darauf hingewiesen, dass bei einer allfälligen Dopingkontrolle im Rahmen dieses BLC einige Spieler wegen Alkoholkonsums positiv getestet und auch gesperrt worden wären.

Ich bin der Meinung, dass – speziell bei nationalen Großbewerben – die Verniedlichung des Alkoholkonsums aufhören muss. Abgesehen von allfälligen Dopingkontrollen ,macht es sicher kein gutes Bild, wenn Aktive in den Zwischenpausen Bier, Wein u.dgl. konsumieren und vielleicht auch noch behaupten, dass sie das als absolut normal empfinden. Die Vorbildwirkung auf unsere Jugend ist  dann auch dementsprechend !

Zum Abschluss möchte ich noch meinen Dank an das gesamte Organisationsteam des BGC Wien aussprechen. Sie haben einen reibungslosen Ablauf gewährleistet, ebenso waren die Informationen im Internet immer aktuell. Damit hat sich der BGC Wien vorbildlich für die Austragung der ÖSTM im Sommer qualifiziert.

Verfasser: Heinz Laukes

Das Finale der Oberösterreichischen Bahnengolf Freiluftlandesmeisterschaft 2011/2012 fand am Sonntag den 17.06.2012 auf der wunderschönen Betonanlage in Steyr-Münichholz statt.


Verfasser: walter.harris

Mit einigen Abstand nach einer berufsmäßig sehr fordernden Zeit und einer anschließenden heftigen Grippe kann ich gerne "Berichten".


Verfasser: walter.harris

Die Wiener Mannschaften dominierte die Allgemeine Klasse beim Bundesländercup 2012 in Eferding, aber was bei den Herren um Platz 2 geliefert wurde, das verdient das Prädikat „Besonders spannend!”.


Verfasser: walter.harris

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