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K.O. in Wien


Kategorie: Bewerbe
Datum: 29.08.2007

Bewerbe

Die Europameisterschaften in Wien wurden erstmals im  K.O. Bewerb entschieden.

EM-Senioren Wien, BGZ Franz Koci-Straße  8.8.-11.8.2007

Die SEM kann man sicher als sportlichen Höhepunkt des Jahres in Österreich bezeichnen. Nach vielen Mühen und Stolpersteinen  ist es dem ÖBGV gelungen, diesen hochrangigen Bewerb nach Wien zu holen. Am Wochenende vor dem offiziellen Training trafen bereits die ersten ausländischen Teilnehmer (Schweiz u. Frankreich) ein, im Laufe der folgenden Tage der Rest der 110 Teilnehmer/innen.

Mit diesem Starterfeld wurde ein neuer Teilnehmerrekord bei einer SEM aufgestellt. Unser Team reiste Mittwoch und Donnerstag an, bewusst so kurzfristig vor dem offiziellen Trainingsbeginn am Freitag, um einen möglichen „Lagerkoller“ zu vermeiden. Da bereits im Vorfeld für die Kadermitglieder optimale Bedingungen zum Training geschaffen und im Trainingsaufbau teilweise neue Wege beschritten wurden, um ein „Burn-out“ beim Bewerb zu vermeiden, waren alle vom ersten Trainingstag an voll motiviert bei der Sache.

Viel Freiraum für individuelles Training und ausreichende Erholungsphasen sollten die Voraussetzungen für die Wettkampftage sein. Mannschaftsbälle ermitteln, abstimmen des eigenen Materials auf die vorherrschende Temperatur, dazwischen austauschen der gesammelten Erfahrungen – damit beschäftigte man sich gleich zu Beginn. Hier kristallisiert sich bereits ein ganz ausgezeichnetes Mannschaftsklima heraus. Es kam, im Gegensatz zu früheren Zeiten, nie zu einer Streßsituatuion, wodurch ein wirklich lockeres Training möglich war. Bedingt durch eine 5-stündige Trainingseinteilung war auch die Zeit zum Erholen ausreichend vorhanden.

Da sich die Temperaturen in diesen zehn Tagen doch um die 30° C bewegten, war dies auch wirklich notwendig. Samstagnachmittags stand, nach einer verkürzten Trainingseinheit, ein gemeinsamer Ausflug zur Trabrennbahn Krieau auf dem Programm. Ein interessanter Besuch, bei dem uns Pferdebesitzer Heinz Ertl in die Geheimnisse des Trabrennsports einführte und wir Gelegenheit hatten, auf Tuchfühlung mit den Pferden zu gehen, anschließend daran folgte das obligate gemeinsame Abendessen. Diese gemeinsamen Essen hatten auch den Sinn, einen Auswärtsbewerb zu simulieren, bei dem man auch nicht nach dem Training in heimatliche Gefilde verschwinden kann.

Montagvormittag wurden dann von allen Teilnehmer/innen im nahegelegen Hotel „Airo-Tower“ die Zimmer bezogen. Diese Art der „Kasernierung“ ist eine Notwendigkeit, auch wenn viele aus dem Österr. Team in Wien und Umgebung daheim sind. Die Eröffnung am Abend fand – Ur-Wienerisch – im  Tivoli-Center im „Böhmischen Prater“ am Laaerberg statt. Auch für einige unserer Spieler/innen schloss sich damit eine Wissenslücke, hatten sie doch bis dato vom Böhmischen Prater und seiner Geschichte keine Ahnung. Ein gemütlicher Eröffnungs-Abend, dank des schönen Wetters im Freien, mit Tanzdarbietungen der Mädchentruppe von Union West-Wien – sie hatten erst kurze Zeit davor bei der WM in Frankreich insgesamt 40 Medaillen eingeheimst – beendete diesen Tag.

Am Dienstag, dem letzten Trainingstag, war im Gegensatz zu vorhergegangenen Bewerben von Nervosität nichts zu merken. Ein lockeres Training beendete unsere Vorbereitung, bei der eigentlich immer die Freude am Spiel im Vordergrund gestanden hatte.

Der erste Spieltag - Mittwoch – lief nach einem bereits bekannten Schema ab. Ich will hier nicht die Ergebnisse reihenweise anführen, diese kann man in der Ergebnisliste besser nachlesen, sondern nur die Highlights in Erinnerung rufen. Die Damenmannschaft konnte sich mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung an die Spitze setzen, die Herren „verschliefen“ etwas die Eternitrunde und lagen 10 Schläge hinter den führenden Deutschen auf Rang drei. Donnerstag – 2.Spieltag – neues Spiel, neues Glück.

Die Damenmannschaft konterte gekonnt den Deutschen auf deren 83er-Runde mit einer phantastischen 80er-Runde ! Bei den Herren lief es auch diesmal auf Eternit nicht ideal. Trotz einer beachtlichen Betonrunde mussten sie das Italienische Team vorbeilassen, welche nur mehr 4 Schläge hinter Deutschland lagen, während wir schon 12 Schläge hinter Italien auf Rang-3 lagen.



Für den letzen Tag des Mannschaftsbewerbes wurde bei den Herren ein Tausch vollzogen, Hermann Türtscher kam an Stelle von Franz Berger. Vielleicht bewirkte dieser Tausch, dass Franz Berger beide Durchgänge locker und sehr gut spielen konnte. Bei den Damen gab es die gewohnte Souveränität. Gekonnt spielten sie ihren Vorsprung heim und sicherten sich damit die Goldmedaille ! Die Herren bäumten sich geradezu auf. Sie nahmen den Italienern 16 Schläge ab, Deutschland 9 Schläge. Damit war die Silbermedaille gewonnen, 9 Schläge hinter den sehr stark spielenden Deutschen.

Samstag – erstmalig ein KO-Bewerb. Die Diskussionen darüber würden Bände füllen, man musste eben das Beste daraus machen. Gleich in der ersten Runde stießen bei den Damen Elisabeth Kammerer und Johanna Knotzer aufeinander, bei den Herren Wolfgang Buxbaum und Paul Heschl. Damit war garantiert, dass leider jeweils ein(e) Österreicher/in ausscheiden musste. In weiterer Folge konnten sich unsere Spieler/innen durch ihre mentale Stärke auszeichnen. Die Spannung im KO-Bewerb wurde durch ein großes Zuschauerinteresse dokumentiert. Zahlreiche Zuschauer (nicht nur Insider) verfolgten gespannt den Verlauf des Bewerbes.

Kaum zu überbieten war der Zweikampf um die Goldmedaillen. Während sich bei den Damen Doris Ertl nur sehr knapp der Italienerin Annalisa Aghito geschlagen geben musste, ging es bei den Herren – Alfred Curda und Horst Spirk – im Stechen bis zur 6.Bahn (Gerade m.H.) weiter. Hier konnte sich Alfred Curda seine Goldmedaille sichern.
Egal wie man zu dem KO-Modus stehen mag, an Spannung war dieser Bewerb absolut hochrangig.

Die Abschlussfeier fand, wie die Eröffnung, im Böhmischen Prater statt. Bedingt durch das unbeständige Wetter (es gab tagsüber Regenunterbrechungen) mussten wir in den Saal ausweichen. Trotzdem wurde dadurch die Stimmung nicht getrübt. Einer der Höhepunkte des Abends war aber eine Einlage von unserem Chef-Organisator Willi Bauer, welcher als (sehr guter) Gittarist mit der Live-Band auftrat.

Dass die Teilnehmer sich hier wohlfühlten wurde u.a. auch dadurch ausgedrückt, dass nach wirklich sehr langer Zeit bei einem Abschlussabend wieder getanzt wurde !
Zusammenfassend kann man auf diese EM mit Zufriedenheit zurückblicken. Im Teambereich wurde hervorragend gearbeitet, wobei sich die Aufteilung des Aufgabengebietes zwischen Heinz Ertl ( techn. Bereich) und Heinz Laukes ( Head-Coach und Administration) bestens bewährt hat. Der großartige Erfolg unserer Aktiven mit 2x Gold und 3x Silber hat gezeigt, dass hier der richtige Weg gegangen wurde. Die Aktiven selbst haben sich sowohl bei den Damen als auch bei den Herren zu einem sehr guten Mannschaftsgefüge gefunden. Unser aller Dank geht an alle, die es uns durch ihre Arbeit vor  und während der EM diesen Erfolg ermöglicht haben.

ÖBGV-Seniorensportwart

Verfasser: Heinz Laukes

Das Finale der Oberösterreichischen Bahnengolf Freiluftlandesmeisterschaft 2011/2012 fand am Sonntag den 17.06.2012 auf der wunderschönen Betonanlage in Steyr-Münichholz statt.


Verfasser: walter.harris

Mit einigen Abstand nach einer berufsmäßig sehr fordernden Zeit und einer anschließenden heftigen Grippe kann ich gerne "Berichten".


Verfasser: walter.harris

Die Wiener Mannschaften dominierte die Allgemeine Klasse beim Bundesländercup 2012 in Eferding, aber was bei den Herren um Platz 2 geliefert wurde, das verdient das Prädikat „Besonders spannend!”.


Verfasser: walter.harris

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