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Immer wieder Uppsala!


Kategorie: Bewerbe
Datum: 21.10.2008

Bewerbe

Beim Europacup (EC) der Vereinsmannschaften im badischen Hilzingen/GER dominierten die schwedischen Teams. Auch die Österreichs Vertreter zeigten großes Bahnengolf. Knittelfelds Führungsspielerin, Elisabeth Berger-Rella resümiert.

Uppsala ist derzeit das dominierende Team in Europa. Nach Doppelgold im Vorjahr auf Filz gibt es nun auch zwei Mal Gold auf Beton beim Europacup auf der Betonanlage in Hilzingen.
WAT 21 gewinnt so wie Bischofshofen im Vorjahr die Bronzmedaille für Österreich! Die Damen aus Knittelfeld konnten ihre Bronzene aus Eskilstuna leider nicht wiederholen und landeten auf dem undankbaren vierten Platz.

Bereits im Vorfeld merkte man bei der österreichischen Herren-Meistermannschaft, dem Wiener ASKÖ Team, dass dieser Europacup einen besonders hohen Stellenwert hat. So wurde bereits im August ein Turnier auf dieser Anlage als Vorbereitung gespielt und auch direkt beim EC investierte man mehr Trainingstage als die meisten anderen Teams. Bei Knittelfeld sah die Situation etwas anders aus: man musste gleich auf zwei Spielerinnen verzichten (Alexandra Schrimmel, Renate Raidl) und auch das Training vor Ort wurde um einen Tag gekürzt, sodass Andrea Hackl und Lisa Berger-Rella das Silberne Ehrenzeichen der Republik Österreich für die WM-Silbernmedaille beim Tag des Sports 2008 entgegennehmen konnten.

Anlage auf hohem Standard
Nichts desto trotz verlief das Training für beide Teams sehr gut und man blickte zuversichtlich dem Bewerb entgegen. Die Anlage im äußersten Süden Deutschlands war schön zu spielen und „tiefe“ Scores konnten erwartet werden. Die Bahnen waren zwar, was die Oberfläche betrifft, nicht besser – respektive glatter – als einige in Österreich; den Unterschied machte die Konstanz der Banden. Sie erlaubten auch bei schwierigen, äußeren Bedingungen (Regen, morgendlicher Tau) nahezu gleichbleibenden Ballkontakt. Dies war wohl der Hauptgrund für die konstant guten Ergebnisse, denn die Anlage konnte nicht als „Trichter-“ oder „Glücksplatz“ eingestuft werden. Bis auf Bahn 7 gab es keinen einzigen Trichter ums Hole bzw. Stein- und Turbolinien waren auch die Ausnahme. Vieles war definiert anzuspielen, mit einem guten Schlag sogar bis zu einem gewissen Grad anspielbar (sofern dies für Betonanlage zutreffen kann!).
Man durfte gespannt sein, welche Ergebnisse nun wirklich gespielt werden. Die Herren von BGS Hardenberg-Pötter setzten zwei Wochen zuvor bei der deutschen Bundesliga bereits einen Maßstab mit einem Schnitt von 26,4. Und auch die Mainzer Damen setzten mit Schnitt von 26,5 einen Richtwert. Während Hardenberg heuer nicht startberechtigt war (einige Herrenmannschaften hatten bestimmt nichts dagegen), galten die Mainzerinnen als Favoritinnen.

Doch manchmal kommt es anders als man denkt...
Mit teilweise „blauen“ Runden (Herren 149, Damen 73) sicherte sich Uppsala erneut bei den Damen und Herren die Goldene! Während die Herren aus Uppsala einen Start-Ziel-Sieg hinlegten und zum Schluss einen sehr komfortablen Vorsprung von 30 Schlägen auf die schwedischen Kollegen aus Jönköping hatten, kam es bei den Damen zu einem Herzschlagfinale zwischen Uppsala und Mainz. Mit einer 73er Schlussrunde (Schnitt 24,3!) war es schlussendlich nur ein Schlag, der die beiden Teams trennte.
Ähnlich spannend das Finale bei den Damen um Bronze. Drei Teams – Knittelfeld, Effretikon (CH) und Jönköping waren vor der Schlussrunde nur durch zwei Schläge getrennt. Das bessere Ende hatten die Damen aus Jönköping, die mit einer 77er-Runde Knittelfeld noch um drei Schläge abhängten.


Fotocredits@Elisabeth Berger-Rella

Bei den Herren war der Kampf um die Medaillen nicht ganz so dramatisch. Dramatisch waren viel mehr die Lichtverhältnisse in der letzten Runde am zweiten Bewerbstag. Da man unbedingt die Vorrunde, die mit fünf Runden angesetzt war, durchbringen wollte, waren die letzten Herren am Freitag bis 20 Uhr am Kurs unterwegs. Mit provisorisch aufgestellten Leuchten versuchte man so gut es ging die Bahnen zu belichten. Dass dies an der Grenze der Unspielbarkeit vorbeischrammte sei angemerkt – professionell dabei allerdings die Einstellung und das Verhalten aller Mannschaften, die zügig und mit Rücksichtnahme auf die Konkurrenten die Runde fertig spielten.
Vor dem Finaltag sah es zwar ebenso nach einem Gerangel um die Plätze 2-4 aus (Jönköping 813, Dormagen-Brechten 815, WAT 817). Am Finaltag spielten dann aber Jönköping und WAT mit tollen Runden zwischen 154 und 157 groß auf und sicherten sich somit verdient Silber und Bronze. Dormagen-Brechten konnte hier nicht mithalten und musste sich mit Blech zufrieden geben.


Fotocredits@Elisabeth Berger-Rella

Die Organisation von Seiten des durchführenden Vereins, MGF Hilzingen, und des Deutschen Minigolf-Verbandes war gewohnt solide; etwas mehr Charme und Leichtigkeit hätte man sich für Eröffnungs- und Abschlussfeier gewünscht. Der Live-Ergebnisdienst und das Service für Aktive und Zuschauer vor Ort waren einwandfrei und sollen an dieser Stelle nicht vergessen werden.

Bei all diesen tollen Ergebnissen wurden auch einige Ö-Rekorde unterboten:

Herrenmannschaft WAT:
1 Dg. 155     25,82
2 Dg. 314     26,17
3 Dg. 474     26,33
4 Dg. 631     26,29
6 Dg. 967     26,86

Damenmannschaft Knittelfeld:
6 Dg. 508     28,22

Herren:
1 Dg. 22     22,00 Albrechtsberger Philipp
3 Dg. 72     24,00 Albrechtsberger Philipp
4 Dg. 99     24,75 Albrechtsberger Philipp
6 Dg. 151     25,17 Albrechtsberger Philipp

Damen:
4 Dg. 104     26,00 Berger-Rella Elisabeth
6 Dg. 162     27,00 Berger-Rella Elisabeth

Und das bei Temperaturen zwischen 6°C und 13°C! Vielleicht ein Vorteil für die schwedischen Teams?

Verfasser: Elisabeth Berger-Rella

Das Finale der Oberösterreichischen Bahnengolf Freiluftlandesmeisterschaft 2011/2012 fand am Sonntag den 17.06.2012 auf der wunderschönen Betonanlage in Steyr-Münichholz statt.


Verfasser: walter.harris

Mit einigen Abstand nach einer berufsmäßig sehr fordernden Zeit und einer anschließenden heftigen Grippe kann ich gerne "Berichten".


Verfasser: walter.harris

Die Wiener Mannschaften dominierte die Allgemeine Klasse beim Bundesländercup 2012 in Eferding, aber was bei den Herren um Platz 2 geliefert wurde, das verdient das Prädikat „Besonders spannend!”.


Verfasser: walter.harris

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