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Minigolf in Zeiten der Reform


Kategorie: Bewerbe
Datum: 21.10.2008

Bewerbe

Die Bundesliga startete Mitte September mit der Herbstrunde in die Saison 2008/2009. Mit einer Mannschaft weniger als im Jahr zuvor beginnt man die erste Spielzeit nach der „großen“ Reform.

So recht schienen die gesetzten Reformmaßnahmen nicht geholfen zu haben. Nach etlichen Sitzungsrunden der Bundesligakommission und – zum Teil ungewohnt kontroversen und belebenden – Diskussionen im öffentlichen Forum, begann die Bundesligasaison 2008/2009 mit insgesamt einer Mannschaft weniger als im abgelaufenen Spielbetrieb. Das ist Fakt und kann man nicht mit den gern gebrauchten Phrasen wie „aber in den kommenden werden Mannschaften aus Tirol, Vorarlberg etc. nennen“ abschwächen.

Der BGC Score legte nach nur einem Jahr das Projekt Bundesliga auf Eis – der große Landesverband Niederösterreich ist somit nicht mehr in Österreichs höchster Spielklasse vertreten. Bei den Herrenteams kam nach einjähriger Schaffenspause das junge, motivierte Team des MSC Steyr zurück. Bei den Damen fiel neben den Niederösterreichern auch die Traditionsmannschaft aus Salzburg, der MGC ASKÖ Bischofshofen, weg. Zwei der Leistungsträgerinnen, Claudia Schuster und Elisabeth Gruber, formten als Leihspielerinnen mit Christina Konrad und Carina Albrechtsberger-König das WAT 21-Damenprojekt.
Ziel war und ist ganz klar, die Titelverteidigerinnen aus Knittelfeld ein wenig zu ärgern; ob dies über alle Runden gelingen wird, vor allem in Hinblick auf die Filzrunden, wird sich im Frühjahr zeigen.

Regen, Wind, Kälte
Schauplatz der Herbstrunde war die Minigolfanlage in Steyr-Resthof, wo schon 2006 das Bundesligafinale über die Bühne ging und wo ein Jahr später Österreichs Nachwuchs seine Meister/innen ermittelte. Die Anlage war daher den meisten wohl bekannt; ein, zwei Teams nutzten die Wochenenden zuvor, um sich einen kleinen Vorteil zu verschaffen. Dieser wurde am Bewerbstag (die Herbstrunde ist ein Einzelspieltag am Sonntag) aber schnell zunichte gemacht, da zum Teil starker Regen einsetzte und die Temperaturen, ganz im Gegenteil zu den vorigen Wochenenden, drastisch zurückgingen.

Bei den Damenteams kam es zum mit Spannung erwarteten Zweikampf zwischen Knittelfeld und dem WAT. Die Wienerinnen gewannen Durchgang 1 mit einem Schlag Vorsprung, die Steirerinnen Durchgang 2 ebenfalls mit einem Schlag Vorsprung. Schnell war klar, dass Rot-Gold und der BGC Wien mit dem Duo nicht mithalten konnte. Abgeschlagen machten sie sich den dritten Rang aus; das bessere Ende hatten dabei Kammerer und Co.! Im Kampf um Endrang 1 zeigten die Titelverteidigerinnen keine Nerven und legten noch Mal einen Gang zu. Mit einem Durchgang von 83 Schlägen sicherte man sich zwei Tagespunkte und sechs Schläge vor dem WAT den Platz an der Sonne. Man darf hoffen, dass dieser Zweikampf bei den nächsten Spieltagen weiter so hochklassig bleibt.


Fotocredits@MSC Steyr

Die Herrenkonkurrenz schielte weiterhin auf den Kampf zwischen dem Titelverteidiger WAT 21 und seinem längjährigen Rivalen den MGC ASKÖ Bischofshofen. So recht konnte man die Stärke der Salzburger vorab nicht einschätzen, mussten sie doch die Abgänge ihrer zwei besten Spieler der abgelaufenen Saison, Stefan Kellershohn und Erik Schweinzer, hinnehmen. Nach Steyr muss man aber sagen, dass die Mannschaft um Senior Reinhard Schuster weiterhin an der Spitze Österreichs mitspielen werden wird. Mit konstantem Spiel auf hohem Niveau hatten die Bischofshofener an diesem Tag keinen Konkurrenten. Mit einem Schnitt von 27,722 holte man sich überlegen die vollen Punkte und überwintert an der Tabellenspitze.

Dahinter lieferten sich die anderen Mannschaften einen spannenden Positionskampf. Das Wiener ASKÖ Team startete wie so oft schlecht in einen Bewerb – mit indiskutablen Leistungen von 180- und 175-Schlägen in den ersten beiden Runden lag am Ende des Feldes. Alle vier Mannschaften spielten in der letzten Runde um Tagesrang 2. Mit einem starken 162er-Mannschaftsdurchgang sicherte man sich schlussendlich doch noch den zweiten Platz, nur einen Punkt vor dem beherzt aufspielenden Heimteam aus Steyr. Der BGC Wien und Knittelfeld enttäuschten etwas mit ihren Leistungen und belegten die Ränge 4 bzw. 5.

Bei den Einzelergebnissen noch erwähnenswert: Reinhard Schuster und Rupert Westenthaler (beide BIHO) führten überlegen mit 74 und 75 Schlägen über drei Runden die Einzelliste an. Vor allem unter diesen schwierigen Außenverhältnissen sind diese beiden Leistungen nicht hoch genug zu bewerten. Bei den weiblichen Spielerinnen spielte Österreichs aktuelle Vize-Jugendweltmeisterin groß auf: Jennifer Helm (PSV Steyr, Jugendteam) stellte mit 85 Schlägen und dem zweiten Einzelrang, nur geschlagen von Andrea Hackl (KNITT, 84 Schläge), ihr Können unter Beweis.

Die Bundesliga geht somit in ihre wohlverdiente Winterpause und kommt Anfang März mit der ebenfalls neu eingeführten Hallenrunde zurück. Für die Europacup-Teilnehmer ist die Herbstrunde eine gute Sache, ob es der Bundesliga und deren Vereinen nach einer langen, anstrengenden Saison positive Impulse gibt, werden die kommenden Saisonen zeigen.

Verfasser: Philipp Albrechtsberger

Das Finale der Oberösterreichischen Bahnengolf Freiluftlandesmeisterschaft 2011/2012 fand am Sonntag den 17.06.2012 auf der wunderschönen Betonanlage in Steyr-Münichholz statt.


Verfasser: walter.harris

Mit einigen Abstand nach einer berufsmäßig sehr fordernden Zeit und einer anschließenden heftigen Grippe kann ich gerne "Berichten".


Verfasser: walter.harris

Die Wiener Mannschaften dominierte die Allgemeine Klasse beim Bundesländercup 2012 in Eferding, aber was bei den Herren um Platz 2 geliefert wurde, das verdient das Prädikat „Besonders spannend!”.


Verfasser: walter.harris

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