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Gewohnte Heimspiele


Kategorie: Bewerbe
Datum: 25.02.2009

Bewerbe

Beim Bundesländercup der Allgemeinen Klasse und Jugend in Bad Vöslau gab es nur eine wirkliche Überraschung: die geringe Teilnehmeranzahl. Ansonsten siegten die Favoriten - mit den üblichen "tiefen" Ergebnissen.

Nach mehreren Jahren Pause fand der Bundesländercup der Allgemeinen Klasse und der Jugend heuer wieder in der Halle Bad Vöslau statt. Obwohl die Miniaturgolfanlage hinsichtlich ihres Schwierigkeitsgrades als eher leicht einzustufen ist und sich die Änderungen bei Ballmaterial und Spiellinien seit über einem Jahrzehnt in beschaulichem Rahmen bewegen, sodass sich der erforderliche Trainingsaufwand in Grenzen hält, führte der Blick auf die eingegangenen Nennungen wohl nicht nur beim Ausrichter UBGC Baden zu langen Gesichtern: nur jeweils fünf Mannschaften pro Kategorie, gerade mal knapp über 70 Starter. Zwei Bundesländer (Vorarlberg und Kärnten) waren gar nicht vertreten, ein weiteres Bundesland (Tirol) stellte nur eine Jugendmannschaft.

Eine Entwicklung, deren Ursachen hinterfragt gehören und die einen Diskussionsprozess über den Bewerb und seine Zukunft anregen sollte, bei dem in einem offenen Gedankenaustausch unvoreingenommen über mögliche Zukunftsszenarien diskutiert werden sollten. Dass dies auch vom ÖBGV so gesehen wird, zeigen die Schlussworte von Präsident Leo Moik im Rahmen der Siegerehrung; ob die als mögliche Lösung angedachte Erhöhung des Startgelds zu einer größeren Motivation der fehlenden Bundesländer an einer Teilnahme führen wird, erscheint jedoch fraglich.

Favoritensiege in allen Kategorien

Doch nun zum Sportlichen: Wann immer ein Bundesländercup in Bad Vöslau stattfindet wird, zählen die Mannschaften aus Niederösterreich und Wien zu den großen Favoriten. So auch heuer, wenn auch die bei den letzten Bundesländercups auf dieser Anlage gezeigte Dominanz nur mehr ansatzweise zu spüren war. Dies ist wohl nicht zuletzt auch auf den Umstand zurückzuführen, dass mit Ausnahme der Teams aus der Steiermark alle Mannschaften durch die weiteren Hallen in Salzburg und Oberösterreich heuer schon die Möglichkeit zu einer entsprechenden Vorbereitung hatten.

Bei den Jugendmannschaften galt das Team aus Niederösterreich als großer Favorit, wenn auch ein harter Kampf mit Salzburg und Tirol (mit dem regierenden Jugend-Weltmeister Simon Schatz) erwartet werden durfte. Aus diesem Dreikampf wurde zwar letztlich nichts, weil die junge Tiroler Mannschaft doch hinter ihren Möglichkeiten zurückblieb, Niederösterreich und Salzburg lieferten sich jedoch einen sehenswerten – und am zweiten Tag auch hörbaren – Kampf um den Sieg. Salzburg startete mit einem Vorsprung von 5 Schlägen Vorsprung in den Finaltag, der nach der ersten der beiden Runden beinahe zur Gänze aufgebraucht war. Im Finaldurchgang steigerten sich dann die Niederösterreichischen Burschen zu ihrer besten Mannschaftsrunde und sicherten sich Dank ihrer größeren Routine noch mit vier Schlägen Vorsprung auf Salzburg den Sieg.

Überlegen: Während die Konkurrenz strauchelte, blieben die Oberösterreicherinnen (Jacqueline Helm, links) cool.

Bei den Damen galt die Mannschaft aus Oberösterreich mit Michaela Auer, Manuela Osterkorn sowie den beiden Juniorinnen Jacqueline und Jennifer Helm als leichter Favorit, dahinter wurde ein harter Kampf der übrigen vier Mannschaften erwartet. Und tatsächlich konnten die Spielerinnen aus Oberösterreich diese Favoritenrolle ausfüllen, wenn sie auch mehr zu kämpfen hatten als ihnen lieb gewesen sein durfte. Die Spielerinnen aus Wien hielten von Beginn an Tuchfühlung mit den Oberösterreicherinnen und starteten am Finaltag nochmals einen Angriff, der vom jungen OÖ-Team jedoch souverän pariert wurde. Mit einem Mannschaftsschnitt von 21,44 pro Durchgang lagen die Oberösterreicherinnen – die übrigens auch die einzige blaue Mannschaftsrunde (59) des Bewerbes spielten – letztlich sechs Schläge vor Wien. Den dritten Rang belegte Niederösterreich, dahinter mit bereits deutlichem Rückstand die stärker eingeschätzten Teams aus der Steiermark und Salzburg.

Enge Partie

Bei den Herren war ein Dreikampf zwischen Wien, Niederösterreich und Salzburg vorprogrammiert. Die Wiener Herren, die ihre Schlappe aus dem Vorjahr vergessen machen wollten, konnten ihr spielerisches Potenzial diesmal nicht ganz umsetzen, wodurch sich für ihre Kontrahenten eine große Chance ergab, den Rekordsieger erstmals bei einem Bundesländercup in Bad Vöslau zu besiegen. Letztlich war es aber doch die größerer Konstanz der Wiener, die ihnen zu einem weiteren Sieg verhalf. Für die beherzt aufspielenden Niederösterreicher blieb nur der zweite Platz und die Genugtuung, nach einem tollen Kampf nur knapp unterlegen zu sein. Rang drei ging an Salzburg vor der Steiermark und Oberösterreich.

Die Einzelbestscores spielten bei den Jugendlichen Thomas Obertaxer (ST) mit 131 Schlägen vor Jacqueline Helm (OÖ) mit 132 Schlägen; bei den Damen blieb einmal mehr Elisabeth Gruber (NÖ) mit 122 Score siegreich, einen Schlag vor Birgit Heschl (WI) und bei den Herren gewann Jürgen Bertel (WI) mit 119 Schlägen seinen ersten großen nationalen Bewerb, Rupert Westenthaler (SB) und Manfred Lindmayr (WI) folgten mit jeweils 120 Schlägen. Zuletzt gebührt noch ein großes Lob dem Ausrichter UBGC Baden: Eine reibungslose Organisation, ein reichhaltiges Buffet zu moderaten Preisen und als besondere Überraschung ein süßes Präsent der Firma Heindl samt einem Essensgutschein für das Buffet für alle Teilnehmer.

Die Ergebnisse im Überblick:

Jugend-Mannschaften
1. Niederösterreich 1 426 23,667
2. Salzburg 430 23,889
3. Tirol 467 25,944

Damen-Mannschaften
1. Oberösterreich 386 21,444
2. Wien 392 21,778
3. Niederösterreich 409 22,722

 Herren-Mannschaften

1. Wien 756 21,000
2. Niederösterreich 758 21,056
3. Salzburg 769 21,361

Verfasser: Manfred Lindmayr

Das Finale der Oberösterreichischen Bahnengolf Freiluftlandesmeisterschaft 2011/2012 fand am Sonntag den 17.06.2012 auf der wunderschönen Betonanlage in Steyr-Münichholz statt.


Verfasser: walter.harris

Mit einigen Abstand nach einer berufsmäßig sehr fordernden Zeit und einer anschließenden heftigen Grippe kann ich gerne "Berichten".


Verfasser: walter.harris

Die Wiener Mannschaften dominierte die Allgemeine Klasse beim Bundesländercup 2012 in Eferding, aber was bei den Herren um Platz 2 geliefert wurde, das verdient das Prädikat „Besonders spannend!”.


Verfasser: walter.harris

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