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Spannender Bundesligaauftakt 2010


Kategorie: Bewerbe
Datum: 07.03.2010

Bewerbe

Die Halle Bad Vöslau - eigentlich ein gewohntes Terrain. Doch diesmal hatte sie für die Bundesligaspieler so manche Überraschung parat!

Ende Februar fand zum ersten Mal ein Spieltag der Österreichischen Bundesliga in der Halle Bad Vöslau statt. Seit vielen Jahren schon präsentiert sich die Hallenanlage von Jahr zu Jahr in unverändertem Zustand, sodass nicht nur die Bälle und Linien bis ins letzte Detail ausgereizt sind, sondern auch von Bewerb zu Bewerb Spitzenleistungen geboten werden. Erst vor wenigen Wochen egalisierte Manfred Lindmayr (WIEN) auf dieser Anlage den Österreichrekord über vier Durchgänge mit 74 Schlägen. So war man natürlich auch diesmal im Vorfeld gespannt, zu welchen Leistungen die Bundesliga-Teams auf dieser Anlage fähig sein werden.

Überraschende Neuerungen
Doch es sollte etwas anders kommen. In den letzten Wochen vor dem Bewerb kam das Gerücht auf, dass der Hallenbetreiber darüber nachdenkt, drei Bahnen zu verändert, um so den Schwierigkeitsgrad der Anlage deutlich zu erhöhen. Und es blieb nicht nur bei einer Idee, sondern wurde diese auch in die Tat umgesetzt: statt dem Vulkan wurde ein rund 1,50 m hohes Hochplateau montiert, die Schüssel bekam einen schmalen und sehr tempoempfindlichen Steg und die "Steilschräge mit V-Hindernis" wurde durch die Entfernung des Hindernisses zu einer einfachen Steilschräge.

Insbesondere letztere Bahn hatte es wahrlich in sich und war aufgrund der Bahnbeschaffenheit und des starken Gefälles für viele Teilnehmer schon grenzwertig, da man neben einem exakten Spiel auch ein wenig Glück benötigte, um die Bahn zu bewältigen. Schon im Training bildete sich stets eine lange Warteschlange, es wurde die beste Linie und das optimale Ballmaterial gesucht und bis zuletzt waren sich wohl die meisten nicht sicher, wie sie die Bahn einschätzen sollten. Im Bewerb selbst musste dann so mancher Teilnehmer resignierend zur Kenntnis nehmen, dass gute, nein sogar sehr gute Schläge auf dieser Bahn noch kein Garant für eine erfolgreiche Bewältigung der Bahn waren. 15x die Höchststrafe von 7 Schlägen und ein Gesamtschnitt über alle Teilnehmer von 2,56 zeugen von dem hohen Schwierigkeitsgrad der Steilschräge. Die beiden anderen veränderten Bahnen waren hingegen gut spielbar – anspruchsvoll aber gerecht. Eines ist dem Hallenbetreiber mit den Änderungen aber auf jeden Fall gelungen – der Bewerb war spannend wie selten!

Erwartete Sieger bei den Damen ...
Letztlich setzten sich aber sowohl bei den Damen-, als auch bei den Herrenmannschaften die besten Teams durch. Bei den Damen gab es den gleichen Zieleinlauf wie bei der Auftaktrunde im Bahnengolfzentrum des WBGV in der Franz-Koci-Straße letzten Herbst – die Damen des BGC Union Rot-Gold siegten vor dem bisherigen Überraschungsteam der Saison, dem MGC Linz/Lissfeld, und dem MGC Bischofshofen.

Rot-Gold startete zwar denkbar schlecht in den Bewerb und belegte im ersten Durchgang nur den letzten Platz, durch den klugen Eintausch der an diesem Tag besten Spielerin Elisabeth Kammerer wurde jedoch bald die Spitze übernommen und bis zum Schluss nicht mehr abgegeben. Dass der Sieg aber nicht überlegen ausfiel, erkennt man schon daran, dass der Erstplatzierte (Rot-Gold) vom Drittplatzierten (Bischofshofen) nur durch 9 Schläge getrennt war. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang auch ein Blick auf die ÖBGV-Jugendmannschaft – zusammengesetzt aus drei jungen Niederösterreicherinnen lagen sie am Ende nur 13 Schläge hinter Rot-Gold und nur 5 Schläge hinter der zweitplatzierten Mannschaft des MSC Linz/Lissfeld.
Die beste Einzelleistung bei den weiblichen Spielerinnen spielte wie schon erwähnt Elisabeth Kammerer (URG) mit 91 Schlägen vor Carina Utzig (GAENS) mit 93 Schlägen und Elisabeth Gruber (LEOB/URG) mit 96 Schlägen.

... und bei den Herren
Bei den Herren war man gespannt, wie sich der überraschende Wechsel von Philipp Albrechtsberger vom Wiener ASKÖ Team zum MSC Steyr auf die Leistungsstärke dieser beiden Mannschaften auswirken würde. Erwartet wurde ein leistungsmäßiges Zusammenrücken der beiden favorisierten Teams WAT21 und MGC Bischofshofen, sowie ein kleiner Vorteil des MSC Steyr gegenüber den übrigen Mitstreitern um Rang 3.

Der WAT Floridsdorf hatte aber mit Adam Fazekas, einem ungarischen Jugend-Teamspieler, selbst einen Neuzugang zu vermelden, der ein tolles Bundesligadebüt gab und wesentlichen Anteil am neuerlichen Tagessieg des WAT21 hatte. Mit zwei Rundensiegen, einem zweiten und einen dritten Platz wurden am Ende um vier Rundenpunkte mehr erspielt als vom MGC Bischofshofen, der wie schon im Herbst den zweiten Tagesrang belegte. Mit 128 Schlägen im Finaldurchgang spielten die Salzburger auch die beste Mannschaftsrunde des Tages und benötigten am Ende insgesamt sogar um 6 Schläge weniger als der Sieger WAT21 – aber so ist halt das Punktesystem!

Auf Rang 3 landete diesmal der MSC Steyr, der sich damit auch in der Zwischenwertung auf den dritten Platz vorschob, vor dem SV Gänserndorf und dem BGC Wien. Diesen beiden „Heimmannschaften” wäre wohl eine Halle Bad Vöslau mit den gewohnten Bahnen (also ohne die Änderungen) mehr entgegengekommen. Etwas enttäuschend diesmal die Herren des MGC Knittelfeld, die nur in der ersten Runde überzeugen konnten. In der Gesamtwertung haben sich nunmehr die beiden Teams WAT21 und Bischofshofen bereits etwas abgesetzt, dahinter entflammt ein spannender Vierkampf der übrigen Mannschaften um die dritte Medaille.

Die Einzelwertung gewann an diesem Tag Csaba Palinkas (WAT21) mit 82 Schlägen, vor Robert Krof (BIHO) mit 84 Schlägen und Heinz Weber (WAT21) mit 86 Schlägen.

Resümee
Eine spannende Bundesligarunde, deren Ergebnisse vom Niederösterreichischen Bahnengolfverband als Ausrichter live im Internet übertragen wurden, eine reibungslose Organisation, ein reichhaltiges Buffet mit moderaten Preisen (betrieben vom Team des UBGC Baden) und für so manch einen Teilnehmer die bittere Erkenntnis, dass so schwierige Bahnen wie die Steilschräge oder die Schüssel Ende Februar noch eine zu große technische und vor allem mentale Herausforderung darstellen.

Link auf die Ergebnisliste inklusiver ausgewählter Bahnstatistiken (Quelle: www.rotgold.at):
http://tinyurl.com/yjut563

Fotocredit: SV OMV Gaenserndorf


Verfasser: Manfred Lindmayr

Das Finale der Oberösterreichischen Bahnengolf Freiluftlandesmeisterschaft 2011/2012 fand am Sonntag den 17.06.2012 auf der wunderschönen Betonanlage in Steyr-Münichholz statt.


Verfasser: walter.harris

Mit einigen Abstand nach einer berufsmäßig sehr fordernden Zeit und einer anschließenden heftigen Grippe kann ich gerne "Berichten".


Verfasser: walter.harris

Die Wiener Mannschaften dominierte die Allgemeine Klasse beim Bundesländercup 2012 in Eferding, aber was bei den Herren um Platz 2 geliefert wurde, das verdient das Prädikat „Besonders spannend!”.


Verfasser: walter.harris

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