Es ist 15:34, 07.03.2021

Europameisterschaft der Senioren in Künzell / GER


Kategorie: Bewerbe
Datum: 12.09.2011

Bewerbe

Die Europameisterschaft 2011 fand vom 10.8. – 13.8.2011 in Künzell / GER statt. Die Anlagen habe ich bereits beim SNC zu Pfingsten beschrieben, daher will ich gleich zum Thema kommen.

Die Nominierung der Mannschaften im Anschluss an die ÖM-Senioren bereitete mir arges Kopfzerbrechen, ich entschied mich schlussendlich zu folgenden Mannschaften:

Damen: Maria Fuschlberger, Regine Heschl, Johanna Knotzer und Franziska Trutschnig
Herren: Herbert Bäk, Franz Berger, Peter Draxler, Robert Halda, Paul Heschl, Franz Reich und Reinhard Schuster
Betreuer: Fritz Knotzer, Lukas Kristament, Anton Wechselberger und Thomas Zeininger

Zwei Wochen vor der Abreise kam auf Grund eines Todesfalles in der Familie leider eine Absage von Peter Draxler. Nach einigen Telefonaten erklärte sich Anton Ploner dankenswerter Weise bereit, kurzfristig einzuspringen, wobei er einige Mühe hatte, sich für diese Zeit frei zu nehmen.

Trotz alledem waren alle pünktlich am 3.8. auf der Anlage in Künzell. Nach der üblichen Begrüßungsrunde wurde gleich mit der Besichtigung der Anlagen begonnen, wobei die Neulinge auf den Anlagen von jenen unter die Fittiche genommen wurden, die bereits beim Nationencup im Einsatz waren. Ich selbst begutachtete die, beim SNC beanstandeten Bahnen Doppelwelle und Plateau. Dabei konnte ich feststellen, dass der Durchlass beim Fenster deutlich verbreitert wurde. Offensichtlich hatten auch unsere deutschen Freunde keine große Freude mit dem sehr hohen Schwierigkeitsgrad dieses Hindernisses. Bei der Doppelwelle konnte leider kaum eine Verbesserung bemerkt werden, hingegen wurde die Endplatte am Plateau in die Waagrechte gebracht (sie hing stark auf 12-Uhr), wodurch diese Bahn um ein vielfaches einfacher wurde.

Da an den Trainingstagen bis einschließlich Freitag ziemlich die gleichen Temperaturen wie beim SNC herrschten, allerdings immer wieder durch Regen unterbrochen, konnte auf den meisten Bahnen das gleiche Material wie zu Pfingsten gespielt werden. Auch an den zu spielenden Linien hatte sich kaum etwas verändert. Zwar wurde auf der Betonanlage an ein paar Bahnen Alternativen versucht, dies aber größten Teils als nicht zielführend wieder verworfen. Auf Eternit gab es einige Veränderungen. Man konnte z.B. das Fenster optimal mit einem Glasauge spielen, am Rohr, Liegende und Salto fand man auch einen optimalen Ball, so dass wir durchaus optimistisch dem Bewerb entgegensehen konnten. Auf Grund des immensen Heimvorteils auf beiden Anlagen waren natürlich die Deutschen in beiden Kategorien die hohen Favorits, allerdings – wie sagt man so schön – sind auch schon Hausherren gestorben.

Während der Trainingstage gab es dann noch zwei Überraschungen.
Herbert Bäk hatte am Freitag, 5.8. und Reinhard Schuster eine Woche zuvor am 26.7. den 50.Geburtstag. Herberts Partnerin Andrea Fric hatte mit mir bereits im Frühjahr vereinbart, dass sie an diesem Tag als Geburtstagsüberraschung übers Wochenende nach Künzell kommt. Diese Überraschung ist ihr gelungen, da außer uns beiden keiner eine Ahnung hatte. Natürlich wurden an diesem Tag beide mit Torte usw. gefeiert.
Die 2. Überraschung lieferte Ilse Berger. Wir waren alle ahnungslos, als Ilse am Dienstag vor dem Bewerb in Künzell auftauchte, Franz sogar kurzfristig sprachlos.
Für Mittwoch, den ersten Bewerbstag wurde auf Grund der schlechten Wetterprognose von der Jury zwei und für Donnerstag eine Doppelrunde festgesetzt. Es kam allerdings wie das Amen im Gebet, an beiden Tagen herrschte absolutes Schönwetter. Doch nun zum Bewerb selbst. Begonnen wurde von den Damen auf Eternit, die Herren starteten auf Beton. Um eine Relation der Ergebnisse zu erhalten – bester Schnitt der Damen war auf Eternit 21,0 und auf Beton 25,4 (beide von Gaby Ramlow). Bei den Herren war der beste Schnitt auf Eternit (Herbert Bäk) 20,0 und auf Beton (Dirk Czerwek) 25,2.

Wie erwartet spielte Deutschlands Damenmannschaft (Gaby Ramlow, Alice Kobisch u. Andrea Reinicke) bereits vom Start weg groß auf. Unsere Damen gaben ihr bestes, platzierten sich nach der 1.Doppelrunde auf dem 3.Rang, 4 Schläge hinter Schweden und 10 Schläge hinter Deutschland. In der 2.Doppelrunde konnten sie den Schwedinnen 6 Schläge abnehmen und beendeten den Tag auf Rang-2, allerdings bereits 20 Schläge hinter Deutschland.

Bei unserer Herrenmannschaft lief die Startrunde auf beiden Anlagen nicht wirklich gut. Ein 30er auf Beton und ein 34er auf Eternit von zwei Spielern dämpfte die Stimmung gewaltig. Nach dem Tausch Anton Ploner für Paul Heschl gab es zwar auf Eternit eine sehr gute 128er Runde, aber auf Beton fiel wieder ein „schwarzer” 33er, womit dieser Tag für die Herrenmannschaft auf Rang-5 mit 13 Schlägen Rückstand auf Rang-3 abgeschlossen wurde. Die Stimmung der Herren war am Abend daher naturgemäß etwas gedämpft, es war schwierig, sie für die kommende Doppelrunde am nächsten Tag zu motivieren. Unsere Damen waren zuversichtlich, auch bei der letzten Doppelrunde ihren Platz in der Wertung halten zu können.
„Neuer Tag, neues Glück” Nach diesem Motto gingen beide Mannschaften in den letzten Mannschaftsbewerbstag. Doch leider ging auch an diesem Tag einiges schief. Bei den Damen hatte Maria Fuschlberger einen schlechten Start auf Eternit und wurde gegen Franziska Trutschnig, die einen guten „Lauf” hatte, ausgetauscht. Ich hatte dabei gegen meine Prinzipien – keinen Tausch während einer Runde” – gehandelt und auch zum Schluss dafür die Rechnung präsentiert bekommen, da es ohne diesen Tausch 5 Schläge weniger geworden wären. Dies hatte aber bei der Endplatzierung keine Auswirkung, da lediglich der Abstand auf Rang-2 kleiner geworden wäre. Damit hatte aber die Damenmannschaft verdient die Bronzemedaille erkämpft.

Bei den Herren lief es in etwa gleich zum Vortag. Eine gute Betonrunde wurde wieder durch ein „schwarzes” Ergebnis (34) gestört, in der darauf folgenden Eternitrunde konnte man ebenfalls kein Terrain wettmachen, womit mit 12 Schlägen Rückstand auf Rang-3 der 5.Rang gegeben war.

Freitag gab es nach der neuen Regelung mit 6 Runden für die Mannschaft, 2 Runden für alle und anschließend ein Superfinale der besten 9 Damen und 15 Herren, die nächste Herausforderung. Bei den Damen kamen Regine Heschl und Maria Fuschlberger ins Superfinale, bei den Herren Reinhard Schuster, Franz Berger und Herbert Bäk.

Regine Heschl und Maria Fuschlberger legten 2 respektable Runden hin und konnten sich somit auf Rang-5 und Rang-8 platzieren, Franz Berger (22, 24) und Reinhard Schuster (22, 25) spielten sich schlaggleich auf die undankbaren Ränge 4 und 5, einen Schlag hinter der Bronzemedaille und 3 Schläge hinter Gold. Herbert Bäk (26,19) landete auf Rang-8, 3 Schläge hinter Bronze!

Für den KO-Bewerb am Samstag konnten sich leider Franziska Trutschnig, Halda Robert, Heschl Paul und Reich Franz nicht qualifizieren. Bei den Damen stieß Johanna Knotzer bis zum Spiel um Rang-3 auf, musste sich dort aber Antonella Flamini (ITA) knapp geschlagen geben. Bei den Herren gab es in Runde-1 einige prominente Ausfälle (siehe Ergebnisliste). Von unseren Herren schaffte es Anton Ploner bis zur 3.Runde und Reinhard Schuster gab praktisch in jeder Runde ein Lehrspiel für seine Gegner, wobei er nie alle Bahnen spielen musste! Angefeuert von uns schaffte er das Finale, spielte dort Jan-Ã…ke Persson (SWE) in Grund und Boden und gewann wie im Vorjahr die Goldmedaille!

Unser Jubel darüber kannte keine Grenzen, auch Reinhard zeigte seine überschwängliche Freude, die ihm auch (so glaube ich gesehen zu haben) ein paar Freudentränen entlockten.

Die Abschlussfeier am Abend war mit deutscher Gründlichkeit organisiert, abwechslungsreich und gemütlich.

Fazit dieser SEM war, dass einiges geschehen muss, um mit unserer Herrenmannschaft nicht endgültig den Anschluss zu verpassen, obwohl wir auch diesmal ausgezeichnete Einzelleistung erbracht haben. Bei den Damen sieht es derzeit noch etwas besser aus, obwohl auch hier, trotz starker Einzelleistungen, mehr in eine effektivere Vorbereitung investiert werden muss.

Zum Abschluss möchte ich mich bei meinem Betreuerteam für ihre sehr gute Arbeit bedanken, sie hatten es nicht immer leicht und schafften es trotzdem, unseren Spieler/innen die bestmöglichen Spielbedingungen zu schaffen.


Verfasser: Heinz Laukes

Das Finale der Oberösterreichischen Bahnengolf Freiluftlandesmeisterschaft 2011/2012 fand am Sonntag den 17.06.2012 auf der wunderschönen Betonanlage in Steyr-Münichholz statt.


Verfasser: walter.harris

Mit einigen Abstand nach einer berufsmäßig sehr fordernden Zeit und einer anschließenden heftigen Grippe kann ich gerne "Berichten".


Verfasser: walter.harris

Die Wiener Mannschaften dominierte die Allgemeine Klasse beim Bundesländercup 2012 in Eferding, aber was bei den Herren um Platz 2 geliefert wurde, das verdient das Prädikat „Besonders spannend!”.


Verfasser: walter.harris

-->