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Bericht YEC 2013, Portel


Kategorie: Bewerbe
Datum: 16.08.2013

Bewerbe

Dienstag, 30. – Anreise
Diesmal ganz professionell im Kaderdress, ging es am 30. Juli auf nach Wien und von dort per Flugzeug in den „warmen” Süden. Trotzdem uns die einheitliche Kleidung am Flughafen mehrmalige Nachfragen über unsere Fracht und sonst auch noch die eine oder andere Schwierigkeit ersparte, konnte sie uns vor der drückenden Hitze in unserem Zielort Lissabon nicht bewahren. Bei gefühlten 40°C durften wir nun auch noch 2 Stunden Autofahren um schließlich in unserem altbekannten Domizil am Rande von Portel anzukommen. Nachdem sich die einzelnen Zimmer zusammengefunden hatten und die ersten Krabbelviecher erledigt waren, ging es zu der einzigen Lokalität die wir kennen und schätzen gelernt haben. Danach wollten alle nur noch eines: ab ins klimatisierte Zimmer und – Gute Nacht!

Mittwoch, 31. – Erste Eindrücke
Nach einem leckeren Frühstück mit selbstgemachtem Kaffee und frischem Weißbrot ging der Ernst des Lebens los. Die 3 Golden-Boys und unser Golden-Girl vom Nationencup wurden auf die Gruppen verteilt und das bunte tüfteln von Linien und Bällen konnte beginnen. Mit viel Fleiß und Hilfe von den Betreuern schafften wir es zusammen am Ende der ersten Trainingssession einen ziemlich guten Plan von den beiden Plätzen zu haben, an dem im Verlauf der folgenden Tage auch nicht mehr viel zu verbessern war.

Donnerstag, 1. – Der Platz füllt sich
Nachdem wir am Vortag noch beinahe alleine auf den Anlagen waren, versammelten sich immer mehr Nationen, um das Training zu starten. Neben den langjährigen Mitstreitern fanden sich auch heuer wieder ein paar Exoten. Insgesamt sollten wir noch 10 Nationen zu Gesicht bekommen – Dänemark, Deutschland, Finnland, Großbritannien, Portugal, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei und Tschechien.
Im ‚Camp Austria’ selbst wurde am zweiten Trainingstag natürlich wieder fleißig trainiert, Erkenntnisse weitergegeben und die Pläne verbessert.

Freitag, 2. – Schockierende erste Ergebnisse
Um unseren bisherigen Einsatz einmal in Zahlen zu fassen, war nun die erste Bewährungsprobe in Form einer Doppelrunde an der Reihe. Im Gegensatz dazu, was die Überschrift erahnen lässt, waren die Ergebnisse jedoch bei weitem nicht so schrecklich, auch wenn ich persönlich nicht einmal mehr weiß in welchem 10-er Bereich sie sich abspielten. Da die Hitze nicht unbedingt weniger wurde, beschlossen die Betreuer die Besprechung der Runden in den Pool im Quartier zu verlegen.
Abgekühlt und frisch ausgeschlafen starteten wir dann noch ein weiteres Training am späten Nachmittag, um der extremen Mittagshitze zu entgehen. Den Abend ließen die einen im Pool ausklingen, die anderen Shakten im Zimmer zu ‚Barbiegirl’ ab.

Samstag, 3. – Flipflops und Fußball
Früh am Morgen erhoben wir uns aus unseren Betten, denn wir hatten die Ehre gleich mit einem Vormittagstraining zu starten. Die letzten Linien wurden umgestellt und ein paar Einzeltrainings auf „Angstbahnen” gaben uns die Sicherheit, dass wir die Plätze nun einigermaßen beherrschten. Doch neben dem produktiven Training am Vormittag war es eher das Abendprogramm, dass die Aufmerksamkeit auf sich zog: die legendäre ‚Playersparty’. Was würden wir wohl heuer machen? Was soll ich anziehen? Gibt’s was zu essen? Ungefähr das waren unsere Fragen. Essen gab es, zum Anziehen hat sich auch jeder etwas gefunden und organisiert war auch eine lustige Aktion. Doch was auch der Crew mit der Zeit auffiel war Flipflops und Fußball – das verträgt sich nicht! Nachdem für ein lebensgroßes Tischfußballspiel nicht jeder passend angezogen war, wurden die ursprünglichen Gruppen aufgegeben und jeder, der wollte (oder im Fall von Youth Officer Martin Tomanek gezwungen wurde) konnte sich an Seile anschnallen lassen um als riesen Spielfigur eine Runde zu Kicken. So wie jedes Jahr waren unsere Burschen natürlich bei jedem Blödsinn dabei und so wurde das Wunder von Cordoba wiederholt. Wenn das nur auch bei der EM so läuft!!
Nachdem sich der großteils männliche Teil am Feld verausgabt hatte und die Mädchen lauthals angefeuert hatten, begann der gemütliche Teil, mit ein paar Gesprächen und einer schließlichen „Wanderung” der Österreicher auf die Burg. Der Ausblick über das nächtliche Portel tröstete uns über die Tatsache hinweg, dass diese leider schon geschlossen war.

Sonntag, 4. – Der Anfang vom Ende
Nachdem wir um die Frühstückszeit von 9.30 Uhr gekämpft haben, konnten wir endlich ein bisschen ausschlafen. Das wirkte sich natürlich positiv auf die Stimmung der Meisten aus und so waren alle motiviert am Nachmittag alles zu geben, zumal uns eine „Betreuerrunde” angesagt wurde. Aber wie immer kommt 1. alles anders und 2. als man denkt. Nachdem sich auf der Doppelrunde bei der einen oder anderen Bahn noch Probleme auftaten wurde bis zum Schluss brav trainiert und die Betreuer kamen uns noch einmal davon. Auch die Temperaturen, die von Tag zu Tag stiegen, nagten an uns und so waren wir völlig ausgepowert und heilfroh als wir endlich vom Platz konnten und uns gefiel die Aussicht am nächsten Tag noch einmal ein bisschen Schonfrist mit einem freien Vormittag zu haben.

Montag, 5. – Der Kleinste ganz groß
Ein Sprung in den kalten Pool am Morgen tat uns wohl ganz gut, denn das Training ging bei weitem besser als am Vortag. Die Linien, die Betreuer und die Schläge spielten immer besser zusammen und wir wurden mit jeder Runde zuversichtlicher, im Bewerb unser Bestes geben zu können. Auch die Hitze war aufgrund der positiven Allgemeinstimmung leichter zu ertragen. Den Ausklang des Tages bot uns der jährliche Fahnenmarsch bei der Eröffnungsfeier, bei dem unser Kleinster die Fahne tragen durfte. Nachdem das ‚hoch’ bei Per auch mit ausgestreckten Armen nicht wirklich hoch war, nahm ihn ‚Papa Philip’ einfach mal so auf die Schultern und schon thronte Rot-Weiß-Rot über Allem. Ein Werbefilm über Portel, wo die Sonnen heller scheint, das Gras grüner ist und es überhaupt mehr Leben gibt, erheiterte unsere Gemüter auch mit der Aussicht auf Essen-to-go, da es wieder keine Tische und Sessel gab. Die Auslosung der Spielgruppen ergab keine groben Störfaktoren in den österreichischen Gruppen, vorallem weil wir ja sowieso nur für uns spielen.
Dienstag, 6. – Der Endspurt
Ein letztes Vormittagstraining bot uns die Gelegenheit noch einmal richtig Gas zu geben und die Feineistellung zu machen. Die Ergebnisse wurden besser, was man auch deutlich an den Gesichtern der Betreuer ablesen konnte. Nach einer Doppelrunde, hatten wir noch freies Training, das die meisten dazu nutzten, die Plätze noch mal in Ruhe und mit nicht 100%-igem Ernst durchzugehen. Jeder war auf jeden Fall nach dem Training mehr oder weniger zufrieden mit seinen bisherigen Anstrengungen - und das zurecht. Ein gemütlicher Nachmittag war wohl die beste Vorbereitung auf die anstehenden Turniertage und so entspannten die einen, schliefen die anderen und kühlten sich noch andere im Pool ab.

Mittwoch, 7. – Lasset die Spiele beginnen
Nachdem wir uns mit den Betreuern im Vorhinein schon ausgemacht hatten, wie wir alle behandelt werden wollen, war die Stimmung am Platz von der ersten Minute an top. Martina legte als erste einen guten Start hin und so waren wir von Beginn an tonangebend. Die Ergebnisse waren durchwachsen. Bei den Mädels stellte sich von Anfang an heraus, dass es um die Medaillen sehr spannend werden würde, die Jungs kämpften sehr bald schon um den Anschluss an die Spitzenteams. Doch noch war nichts gewonnen oder verloren!

Donnerstag, 8. – Ein (Blumen)strauß für die Siegerinnen
Hochmotiviert gestaltete sich auch der zweite Teambewerbstag. Wieder schafften wir es, mit kurzen Unterbrechungen aus dem deutschen Nachbarland, am meisten Stimmung zu machen und uns bestmöglich zu pushen. Bei den einen half es, bei den anderen nicht und so konnten die Jungs gerade den Vorletzten Platz mit Würde verteidigen. Bei den Mädels schaute es da ganz anders aus. Schlag um Schlag gewannen sie und mit 9 Schlägen Vorsprung ging es in die letzte Runde. Als sich der Vorsprung nach der ersten Gruppe auf 14 Schläge ausgebaut hatte, war das Wunder schon fast perfekt. Die beiden Routiniers Jenny und Lara behielten die Nerven und so gab es eine gratis Eiswasserdusche für alle. Um diesen historischen Sieg gebührend zu feiern machten wir uns auf, zu einem österreichischen Straußenfarmer mitten in der Einöde von Portugal (hää?!) Ja, sowas soll es geben! Nachdem wir die Babystrauße gestreichelt und gefüttert haben, war es an der Zeit für die Raubtierfütterung. Die gesamte Familie bediente uns ausführlich inklusive den beiden 4- und 7-jährigen Hilfskellnerinnen. Die ca. 20 Katzen machten uns zwar das Essen streitig aber wir gaben nicht einen Bissen her. Nach einem leckeren Schmaus machten wir noch ein Erinnerungsfoto – so oft trifft man ja keine Österreicher in Portugal! – und dann ging es ab nach Hause.

Freitag, 9. – Einzeln und doch ein Team
Wie auf Wunsch bemühten wir uns auch nach dem Teamfinale unsere tolle Stimmung am Platz aufrecht zu erhalten und das gelang uns auch recht gut. Das Superfinale war zwar aus österreichischer Sicht nur weiblich besetzt aber unsere Burschen haben dafür einen tollen Job als Cheerleader geleistet. Mit dieser Unterstützung schaffte es Jenny auf Rang 8, Lara spielte sich noch auf den 5. Rang vor und Tini konnte ihre Platzierung in den Top Drei halten und holte in einer spannenden Finalrunde Bronze.

Samstag, 10. – K.O. auf der Abschlussfeier
Der letzte Tag stand ganz im Zeichen vom K.O. Zuerst versuchten sich 3 unserer Burschen und unsere 3 Superfinalistinnen auf der Anlage in diesem Bewerb. Für die Jungs sah es trotz toller Leistung eher mager aus und auch bei den Mädchen konnte an den Erfolg der letzten Tage nicht so recht angeschlossen werden. Die Österreicherinnen-Vernichterin Elisabeth Brandt schlug zuerst die amtierende Matchplay-Weltmeisterin Lara, dann ihre Vorgängerin Martina und schlussendlich auch noch Jenny im kleinen Finale, die somit den bitteren 4. Platz belegte, dies aber mit Würde hinnahm.
Nachdem die Flowerceremony geschafft war ging der Streit um die Dusche los, damit sich alle noch rechtzeitig für die Abschlussfeier herrichten konnten. Frisch gewaschen warfen sich die Burschen in Lederhosen und die Mädels in Dirndln. So herausgeputzt mit nur 2 Betreuern in normalen Klamotten konnten wir nur der Blickfang auf der Abschlussfeier sein. So war es dann auch, wobei die Blicke der männlichen Teilnehmer großteils nicht auf unsere Kleider oder in die Gesichter gerichtet waren, sondern an einer anderen Stelle haften blieben. Nichtsdestotrotz verlebten wir zuerst einen gemütlichen Abend, ließen uns bei der Siegerehrung noch einmal gehörig feiern und sangen für Julian zu Mitternacht zusammen mit ein paar Tschechen, ein paar Russen, Portugiesen, Finnen und Briten ‚Happy Birthday’. Da wir alle noch in Feierlaune waren ging es nach der offiziellen Feier noch zu einer Glow-Party, bei der wir uns die Gesichter mit Leuchtfarben bemalen ließen. Dort wurden die Errungenschaften und die internationalen Freundschaften noch richtig gefeiert bis jedem vom Tanzen die Füße schmerzten.

Sonntag, 11. – Bye, bye Portel
Gott sei Dank hatten wir unseren Flug erst um 14.30 Uhr, also bekamen wir sogar noch ein paar Stunden Schlaf, den einige von uns recht nötig hatten. Nach einem eher verschlafenen Frühstück machten wir uns ans packen, was vor allem bei den Mädels dringend nötig war. Auch wenn es zunächst nicht so aussah um Punkt 10.00 Uhr waren wir fertig und konnten unsere Heimreise starten.
Man glaubt gar nicht wie praktisch einheitliche Dressen sind, bis man am Flughafen von den netten Angestellten mal eben vorgelassen wird. So hatten wir sogar noch ein bisschen Zeit zum Essen, für ein weiteres Ständchen und die Verabschiedung unserer drei Oldies – Jenny, Markus und Philip – bevor uns eine Pilotin ruhig zurück in die Heimat flog. Nach einem riesen Gruppenkuscheln und vielen Verabschiedungen konnten wir alle zufrieden und müde die Reise nach Hause antreten.


Verfasser: Martina & Markus Danner

Das Finale der Oberösterreichischen Bahnengolf Freiluftlandesmeisterschaft 2011/2012 fand am Sonntag den 17.06.2012 auf der wunderschönen Betonanlage in Steyr-Münichholz statt.


Verfasser: walter.harris

Mit einigen Abstand nach einer berufsmäßig sehr fordernden Zeit und einer anschließenden heftigen Grippe kann ich gerne "Berichten".


Verfasser: walter.harris

Die Wiener Mannschaften dominierte die Allgemeine Klasse beim Bundesländercup 2012 in Eferding, aber was bei den Herren um Platz 2 geliefert wurde, das verdient das Prädikat „Besonders spannend!”.


Verfasser: walter.harris

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