Es ist 09:33, 08.03.2021

Filzgold!


Kategorie: Player

Player

Interview mit der Europameisterin der Senioren Elfriede Andrasch

Bg-Info: Du hast die erste Goldmedaille bei einem Großbewerb auf Filz aus Schweden entführt. dieser Rekord gilt für alle Zeiten. wann war dir das bewusst und wie war das Gefühl auf das oberste Stockerl zu steigen?

Elfriede Andrasch: Fortgeflogen bin ich mit dem Wunsch ins letzte Finale zu kommen und vielleicht einen Stockerlplatz zu erreichen. dass es der Erste wird darüber hätte ich nicht nachzudenken gewagt. Bewusst geworden ist mir das Ganze erst, als alle gratulierten und darüber sprachen dass ich die Erste bin die auf Filz die Goldmedaille aus Schweden entführt. Das Gefühl lässt sich schwer
beschreiben, man ist sehr zufrieden mit sich und kann es trotzdem noch immer nicht glauben.

BgI: Bei deinen Rundenergebnissen fällt auf ,daß du sehr konstant, ohne Ausreißer nach oben oder unten gespielt hast . Die Konkurrenz hat doch immer eine tiefschwarze Runde dabei gehabt. Woher kommt diese Ruhe?

EA: Ich bin bei solchen Bewerben eigentlich immer relativ ruhig und muss darauf achten nicht zu ruhig zu sein. Beim Nationencup hat mich schon fasziniert, wie die Schweden ihre Siebener wegstecken und die nächste Bahn auf ein As spielen und das muss doch auch mir gelingen, so schwer kann das nun auch nicht sein, waren meine Gedanken. Wenn man bedenkt, daß ich auf Filz immer zwischen 6 - 9 Asse in jeder Runde gemacht habe, da waren genug Fehler drin. und ganz so ruhig bin ich da teilweise auch nicht geblieben, da sind schon einige Kraftausdrücke gefallen. Aber es ist mir gelungen mich auf der nächsten Bahn immer wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. Außerdem habe ich es genossen nur Spieler zu sein, mich um nichts kümmern zu müssen, das ist einfach herrlich, wenn man sich nur auf´s Spielen konzentrieren kann.

BgI: Leider konnte Horst Spirk als Sportwart aus beruflichen Gründen nicht bei euch sein. Ich denke, er hat euch gefehlt. Aber das restliche Betreuerteam muß das durch noch härteren Einsatz aufgefangen haben. Bist du am Platz eine Spielerin, die sich gerne betreuen lässt ,oder suchst du deinen Weg lieber alleine?

Filzgold

EA: Zu Horst kann ich nur sagen, er hat uns eine optimale Vorbereitung mit den Kaderlehrgängen geboten. Besonders ich hatte keine Filzerfahrung, Beim Hollabrunner Eröffnungsturnier(1986) wurde ich mit 1 stunde Training und guter Ansage damals Siegerin und die NÖ Landesmeisterschaft habe ich mal gespielt mit wenig Erfolg. Es ergab sich einfach nie, obwohl Filz mich
fasziniert hat. Darum war die gute Vorbereitung für mich auch so wichtig. Die Enttäuschung war groß ,daß Horst nicht dabei sein konnte, denn von ihm waren immer gute Tipps zu holen. Er fehlte mir persönlich, menschlich und als Spieler. Zum Glück hatte ich für die guten Tipps Berger Franz, einen unserer besten Filzgolfer. Am Platz lasse ich mich gerne betreuen von kompetenten Leuten, aber das erkennt man schon beim Training, wer etwas von Bahnengolf versteht. Ich mag es nicht ,wenn meine Schläge andauernd kommentiert werden, wo ich schon selber weiß was falsch war. Das darf nur mein Mann und da gibt es dann die wildesten Diskussionen. Denn von Linien und Bällen muss ich überzeugt sein, damit ich sie spiele. Dafür bekommt bei mir selten ein Betreuer die Schuld, dass etwas nicht funktioniert hat. Meinen Weg suche ich nicht alleine, im Gegenteil ich schaue bei jedem was und wie er spielt, dann findet sich auch für mich meistens der richtige Weg. Im Bewerb braucht der Betreuer eigentlich nur in meiner Nähe sein. Unser Betreuerstab hat es in Schweden perfekt gemacht und teilweise sehr viel mitgelitten. Für mich wäre das nichts, denn da könnte ich die Ruhe nicht bewahren.

BgI: Welche Ziele kannst und willst du dir nach diesem Super Erfolg für die Zukunft setzen?

EA: Im Seniorenteam weiterspielen so lange es meine Gesundheit und Können erlauben und gute Plätze erreichen. Denn irgendwie bin ich diesem Sport verfallen als ich vor 24 Jahren das erste Mal einen Schläger in die Hand nahm. Ein großes Ziel war: Immer wieder kämpfen bis zur letzten Bahn, denn wer nicht kämpft, hat schon verloren. Andere Menschen auf diesen Sport aufmerksam zu machen und mich bestimmt nicht meines Sportes schämen, wie ich das schon manchmal beobachten konnte.

BG-info: Wir danken für das interessante Gespräch

Verfasser: Elfriede Andrasch


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