Es ist 14:01, 07.03.2021

Senioren EM


Kategorie: Bewerbe

Bewerbe

2 Medaillien und ein Lehrspiel waren die Ausbeute aus der Puszta

Die Europameisterschaft der Senioren fand heuer – wie schon der Nationencup – in Tapioszentmarton (Ungarn) statt. Die Auswahl der Teilnehmer/innen war für den Teamchef Horst Spirk sicher nicht einfach, gab es doch im Vorfeld der EM einige unangenehme Hürden zu überwinden, die Sperre von Wilhelm Abraham, sowie die Absage von Reinhold Fuschlberger machten die Auswahl nicht einfacher. Trotzdem wurde eine sehr gute Herren- u. Damenmannschaft gebildet, welche gute Erfolgsaussichten bei der EM hatten. Die Damenmannschaft mit Doris Ertl, Maria Fuschlberger, Elisabeth Kammerer u. Johanna Knotzer, sowie die Herrenmannschaft mit Franz Berger, Alfred Curda, Günther Gasnarek, Paul Heschl, Manfred Schöller, Günter Würrer u. Anton Wechselberger hatten eine gute Vorbereitung hinter sich und mit Ausnahme von Doris Ertl bereits den Nationencup in Ungarn gespielt. Das Betreuerteam bestand aus Horst Spirk (Teamchef), Christan Adler, Ilse Berger („Mädchen für alles“), Heinz Ertl, Heinz Laukes u. Anton Ploner.

Wie schon beim NC zu Pfingsten war auch bei der EM ein österr. Organisationsteam am Werk. Leo Moik als Turnierleiter, Harald Lindmayr (EDV-Erfassung), Gernot Cernicek (Kontrolle Geen-House), sowie Herta Lindmayr und Gerhard Cafesi (Anzeigentafel). Trude Moik und Ilse Berger waren u.a. für die (vorzügliche) Verpflegung des Teams zuständig. Für die EDV-Erfassung hatte dankenswerterweise Reinhold Fuschlberger sein Turnierprogramm zur Verfügung gestellt, er stand auch für etwa auftretende Probleme telefonisch jederzeit (!) zur Verfügung.

Anreisetag war der Montag, 29.8., nach einer kurzen Pause an der Grenze ging die Fahrt weiter nach Tapioszentmarton. Die schon gewohnte Prozedur der Zimmereinteilung ging rasch von sich, eine kleine Panne bei der Reservierung konnte allerdings erst am folgenden Donnerstag behoben werden. Nach dem Einchecken ging es gleich auf die Anlage. Eine Begrüßungstour bei den bereits anwesenden Nationen wurde absolviert, danach konnten es einige nicht lassen, trainingslos gleich eine Runde zu spielen. Der Rest begnügte sich damit, den trainierenden Teilnehmer/innen ein wenig auf die Finger zu schauen.

Die folgenden Trainingstage (Dienstag-Donnerstag) nahmen den bereits gewohnten Lauf. Bei sommerlichen Temperaturen bis zu 30° wechselte sich das Bahnentraining mit den Zählrunden ab, wobei zwischendurch immer wieder die notwendigen Pausen eingelegt wurden, um die Erfahrungen auszutauschen. Erschwerend dabei war, dass es für beide Anlagen nur drei ( 3 ! ) Sonnenschirme gab und auf keiner Anlage ein natürlicher Schatten vorhanden war (das grösste Gewächs war max. 10 cm hoch). Beide Anlagen bargen ja eigentlich keine großen Geheimnisse mehr, unsere Erfahrungen (positive wie negative) vom NC konnten gut umgesetzt werden. Mangels ausreichender Infrastruktur, außer dem Hotel gab es noch zwei Pizzerias, wurde am Abend ausreichend Karten gespielt. Zur Tarockrunde (ich war dabei fast regelmäßig der „Big Spender“) gesellte sich noch eine „Schwarze Katz“-Runde, bestehend aus unseren drei Tirolern und einem (jeweils unterschiedlichen) „Übermütigen“, welcher den dreien finanzielle Unterstützung zukommen ließ. Fernseher gab es zwar am Zimmer, aber außer bei einem schlecht zu empfangenden „Pro 7“ konnte man nur ungarisch verstehen.

Am Freitag Nachmittag war Erholung angesagt. Ein Ausflug ins nahegelegene Budapest ( ca. 70 km) mit anschließendem Abendessen stand am Programm. Per Autobus ins Zentrum der Stadt – eine kleine Stadtrundfahrt – Besichtigung div. Sehenswürdigkeiten (Fischerbastei, Burg, Castell usw.). Müde und hungrig dann in ein ausgezeichnetes Restaurant zum Abendessen (mit Folkloredarbietungen). Als am späten Abend dann auch unser Fahrer (incl. Bus) aufgetrieben werden konnte folgte die Heimfahrt. Hier gleich ein Warnung an alle, die erstmals einen Besuch in Budapest per PKW beabsichtigen: Der Verkehr in der Stadt ist höllisch. Man findet zwar mit viel Geduld und Stau’s ins Zentrum, dort angelangt allerdings keinen Parkplatz. Die Heimfahrt entwickelt sich aber für Uneingeweihte zum Glücksspiel, da Wegweiser nicht unbedingt zum Stadtbild gehören.

Samstag bis Montag dann wieder der übliche Trainingsablauf, wobei bereits Wert darauf gelegt wurde, den Bewerbsrhythmus zu simulieren. Montag Abends war die offiz. Eröffnung des Bewerbes auf der Anlage. Vorher noch ein interner Fototermin für unsere Mannschaften – einen offiziellen gab es erstmals nicht ! Am Nachmittag vor der Eröffnung waren noch die Mannschaftsnennungen abzugeben. Es gab dabei bei beiden Mannschaften in der Aufstellung keine Überraschung, Franz Berger’s Wunsch im Mittelfeld zu spielen wurde vom Teamchef akzeptiert. Der Dienstag als letzter Trainingstag diente vor allem dem lockeren Spielen, es wurde am frühen Nachmittag Schluss gemacht, um die Kräfte für den beginnenden Bewerb zu sparen.

Der Bewerb begann recht hoffnungsvoll. Die Damen konnten mit 6 Schlägen Vorsprung die Deutschen halten, die Herren hatten auf Eternit 9 Schläge Vorsprung, verloren diesen aber bereits nach den ersten drei Spielern und schlossen den 1.Tag als dritter mit einem Rückstand von 21 Schlägen auf Deutschland. Die Schweden brauchte man von Beginn an nicht beachten, sie spielten die Konkurrenz in Grund und Boden ! Als nüchterner Beobachter konnte man sich allerdings an ihrem exzellenten Spiel auf Filz erfreuen. Die Sicherheit und Genauigkeit der Schläge war eine wahre Augenweide, dementsprechend auch die laufend gespielten Ergebnisse. Sie nahmen unseren Herren auf Filz am 1.Tag pro Mann 7,6 Schläge ab ! Bei den Damen zeichnete sich bereits das Spitzentrio mit Österreich, Deutschland u. Schweden ab, bei den Herren mit Schweden (spielte eigentlich in einer höheren Liga), Deutschland und Österreich.

Diese Situation änderte sich auch am 2.Spieltag nicht. Unsere Damen konnten einen Vorsprung von 4 Schlägen halten, bei den Herren fixierte sich die Reihung Schweden(913) - Deutschland ( + 77) – Österreich( + 116) so eindeutig, dass hier für das Mannschaftsfinale keine Überraschung zu erwarten war.

3.Spieltag – Mannschaftsfinale !

Es gab an diesem Tag ein großes Handikap für alle. Es blies ein starker Wind, welcher sich immer drehte, so dass man kaum wusste, von welcher Richtung man den Windschutz (vom ORG-Team aus Österreich mitgebracht ! ) machen sollte.

Beginnen wir bei den Herren. Die Schweden spielten ihren Sieg unangefochten heim – es war ein Lehrspiel für die anderen Nationen ! Ebenso unangefochten Deutschland auf Rang-2. Österreichs Mannen spielten sowohl auf Eternit, wie auch auf Filz zwei schwache Runden, konnten aber den 3.Rang mit 12 Schlägen vor Finnland halten.

Die Damen gaben zu großen Hoffnungen Anlass. Beginnend auf Eternit konnten sie ihren Vorsprung zu Deutschland auf 6 Schläge ausbauen. Doch dann folgte auf Filz die brutale Ernüchterung. Es schien, als ob sie wie vom Blick einer Kobra gelähmt wären. Großzügige Geschenke der BRD-Damen wurden ebenso großzügig abgelehnt, machte eine Deutsche Fehler – wir machten sie nach und setzten noch etwas drauf ! So kam es, dass Deutschland auf der Filzanlage 12 Schläge aufholte, wodurch sie sich die Goldmedaille mit 4 Schlägen Vorsprung auf Österreich holten. Die Bronzemedaille ging unangefochten an Schweden ( + 26 auf Österreich).

Für die Einzelwertung wurden an diesem Tag ebenfalls die Weichen gestellt. Lichtblick aus unserer Sicht war, dass alle unsere Damen u. Herren im Finale waren. Bei den Herren gab es kaum eine Chance, am Samstag das Superfinale zu erreichen, bei den Damen sah es recht erfreulich aus. Elisabeth Kammerer als 3. ( + 7 auf Rang-1 ), 5. Johanna Knotzer ( + 16), 7. Maria Fuschlberger ( + 16) hatten noch alle Chancen auf das Superfinale der besten sechs.

Die Finalrunde begannen die Damen auf Filz, die Herren auf Eternit, wobei unsere Vertreter wie ausgewechselt wirkten. Franz Berger (20,27). Günter Würrer (18,27) spielten auf einmal die Ergebnisse, welche sie schon im Training gespielt hatten ! Trotzdem reichte es nur zu einer Verbesserung ihrer Platzierungen. Wie schon an den Vortagen spielten die Schweden alles in Grund und Boden. 7 Schweden von 10 Spielern ( schlaggleich Platz 9 u. 10) im Superfinale, dazu Busche Philip (GER), Kolits Gabor(HUN) und Schibli Eduard(CH). Bei den Damen ging es wesentlich spannender zu. Vorweg gesagt verpassten Maria Fuschlberger ( +1) und Johanna Knotzer ( +2) nur ganz knapp das Superfinale, Elisabeth Kammerer gelang es trotz einer 48er Doppelrunde von Alexandra Wirz (GER) schlaggleich mit dieser als 2. ( +9) hinter Barbara Schmid ins Superfinale zu ziehen. Beginnend auf Eternit konnte sich Elisabeth Kammerer auf 7 Schläge an die führende Barbara Schmid nähern und einen Vorsprung von 2 Schlägen auf Alexandra Wirz herausholen, Gerd Andersson (SWE) folgte dieser dichtauf ( +2). Auf Filz kam dann die Stunde der Wahrheit. Barbara Schmid sicherte sich mit 36 den 1.Platz, Alexandra Wirz spielte 33, Elisabeth Kammerer 36 u. Gerd Andersson 31. Damit war Elisabeth Kammerer aus dem Rennen (Rang 4), Alexandra Schmid und Gerd Andersson schlaggleich ! Das anschließende Stechen entschied sich auf Bahn-2 (Geldkasten) zugunsten von Alexandra Wirz (GER). Die komplette Reihung der Herren u. Damen kann man noch in der Ergebnisliste nachlesen.

Beim abendlichen Abschlussbankett wurde noch der Austragungsort für 2006 bekanntgegen: Luxemburg / Petrustal (Eternit), der Termin ist gleichzeitig mit der Jugend-EM im August ! Dies sorgte für etliche Diskussionen, da viele (auch bei anderen Nationen) große Urlaubsprobleme zu diesem Zeitpunkt befürchten.
Abschließend ist noch zu vermerken, dass in Tapioszentmarton 2007 die WM (allg.Klasse) stattfindet, wobei zu hoffen ist, dass bis dahin sich noch einiges im organisatorischem Bereich bessern wird.

Verfasser: Heinz Laukes

Das Finale der Oberösterreichischen Bahnengolf Freiluftlandesmeisterschaft 2011/2012 fand am Sonntag den 17.06.2012 auf der wunderschönen Betonanlage in Steyr-Münichholz statt.


Verfasser: walter.harris

Mit einigen Abstand nach einer berufsmäßig sehr fordernden Zeit und einer anschließenden heftigen Grippe kann ich gerne "Berichten".


Verfasser: walter.harris

Die Wiener Mannschaften dominierte die Allgemeine Klasse beim Bundesländercup 2012 in Eferding, aber was bei den Herren um Platz 2 geliefert wurde, das verdient das Prädikat „Besonders spannend!”.


Verfasser: walter.harris

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