Es ist 14:32, 07.03.2021

Pusztacup


Kategorie: Bewerbe

Bewerbe

Der Nationencup der Senioren war der erste Großbewerb auf einer der schönsten Anlagen Europas.

Bedingt durch den Rücktritt von Fritz Andrasch, musste im Jänner die Funktion des Seniorensportwartes neu besetzt werden. Horst Spirk erklärte sich bereit, interimsmässig diese Funktion auszuüben. Unterstützt von Heinz Laukes, welcher den administrativen Teil übernahm.

Tapioszentmarton , ein kleiner Ort inmitten der Puszta und ca.60 km von Budapest entfernt, ist vor allem als das Gestüt „Kincsem“, dem größten in Ungarn (300 Pferde, davon ca. 160 Lippizaner), bekannt. Weniger bekannt ist es, dass es in diesem Gelände die optisch schönste Bahnengolfanlage Europas gibt.

Eine NIFO-Filzgolfanlage und eine RUF-Miniaturgolfanlage liegen in einem weitläufigen Areal.Gepflegter Rasen, ein kleiner Teich und ein Klubhaus, bei dem man ins Schwärmen kommen kann.

Praktischerweise ist auf dem Gelände auch ein gut geführtes Seminarhotel zu finden.

Allerdings tut man sich etwas schwer, wenn man nicht Ungarisch kann, bzw. wenn Hr. „Zoltan“ ( so etwas Ähnliches wie ein Hotelmanager) nicht anwesend ist. Fremdsprachen, auch Englisch, sind dort ein Fremdwort. Trotzdem konnte man sich mit dem überaus freundlichen Personal verständlich machen.

In diesem malerischen Ort spielen sich heuer der Nationencup und die Europameisterschaft der Senioren ab. Leider war es der letzte Nationencup der Senioren, da auf Grund des mangelnden Interesses einiger Nationen die weitere Durchführung dieses Bewerbes nicht mehr zu verantworten ist.

Genannt hatten lediglich Österreich (3 Mannschaften), Deutschland (2 Mannschaften) und Ungarn (3 Mannschaften), sowie 3 Einzelspieler/innen. Mit 35 Teilnehmern einen Großbewerb zu veranstalten, ist kaum jemandem zuzumuten !

Als Vorbereitung zu diesem Bewerb wurde im Wiener Wasserpark (Heimanlage WAT21) trainiert, so dass am Dienstag davor die drei Mannschaften selbstbewusst nach Ungarn fuhren.

Dies waren:

Österr.-1 Franz Berger, Fuschlberger Maria, Paul Heschl, Wilhelm Abraham

Österr.-2 Günter Würrer, Elisabeth Kammerer, Alfred Curda, Manfred Schöller

Österr.-3 Günther Gasnarek, Ilse Berger, Johanna Knotzer, Reinhold Fuschlberger

Die Betreuer waren Horst Spirk, Heinz Laukes, Christian Adler und Heinz Ertl.

Wie schon bei der WM-2004 in Rümänien waren auch diesmal der Präsident des ÖBGV Leo Moik und Gerhard Cafesi im Vorfeld des Bewerbes auf der Anlage gewesen, um diese in einen EM-gerechten Zustand zu setzen. Sie fungierten auch, gemeinsam mit Gernot Cernicek, als ORG-Team während des gesamten Bewerbes.

Da am vorhergegangenen Feiertag (Fronleichnam) bereits 2 Spieler und 2 Betreuer die Anlagen trainiert hatten, wurde die erste Besichtigung nicht allzu schwierig. Die Miniaturgolfanlage (sehr helle Platten mit blauen und silbernen Einsprengungen) hatte ihre Tücken. Optisch tadellos, aber jede Bahn hatte ein „Wandl“ in der Bahnmitte, bzw. einige eigenwillige Züge im Endkreis. So wurde z.B. auf den Pyramiden vorwiegend ein Stein gespielt, ebenso auf der Liegenden Schleife. Auf Grund der doch etwas ungewöhnlichen Spielweise auf einigen Bahnen wurde ein verstärktes Augenmerk auf das Training dieser Bahnen gelegt.

Die Filzgolfanlage musste unseren Spieler/innen nach dem Training im Wasserpark wie ein Kinderspielplatz vorkommen. Die Bahnen in normaler Länge, manche sogar etwas kurz ( 1-Torbahn, 2-Torbahn, Seitentore). Dafür hatten sie einen gemeinen „Winkel mit schrägem Torhügel“ – allseits bekannt auch als „Tronigl“ (Tronegger schau oba !). Sehr langer Vorderteil, hoch und sehr schräg. Diese Bahn zeichnete sich bereits im Training als eine der Schlüsselbahnen ab. Das Schwierige an allen Bahnen war der As-Druck. Man kann mit guten Schlägen dort wirklich fast überall das As zwingen, jedoch jede kleine Ungenauigkeit im Tempo oder Richtung wirkte sich böse aus. Das Training lief in seinen gewohnten Bahnen ab – Zählrunden, unterbrochen mit Bahnentraining - es gab am Abend kaum jemand, der nicht geschafft war.

Freitagabend kam noch Doris Ertl als Schlachtenbummlerin mit dem Zug nach ! Den Bericht über dieses Abenteuer, er ist absolut lesenswert, kann man an anderer Stelle des BG-Info nachlesen.

Die Auslosung der beiden Gruppen ergab folgende Aufteilung:

Gruppe-A: Österreich-2, Deutschland-1, Ungarn-1, Ungarn-3

Gruppe-B: Österreich-1, Deutschland-2, Österreich-3, Ungarn-2

Der erste Bewerbstag (Samstag) verlief im wahrsten Sinne stürmisch ! Es wurden drei Doppelrunden, beginnend auf Filz, gespielt. Im Laufe der ersten Doppelrunde zeichnete sich bereits in beiden Gruppen der Zweikampf Östereich / Deutschland ab. Zu Beginn der 2.Doppelrunde kam noch ein zusätzlicher starker Gegner ins Spiel – der Wind ! Hatte er uns in den Trainingstagen gro0zügig verschont, so blies er nun mit einer Stärke, die ein gezieltes Spiel an den Rand des möglichen brachte.

Alle Betreuer, so sie nicht auf der Filzanlage beschäftigt waren, versuchten auf der Miniaturgolfanlage mit den vorhandenen Sonnenschirmen so gut es ging den starken Wind abzuhalten, Man musste sich dabei schon ordentlich dagegen stemmen, um nicht mitsamt dem Sonnenschirm fortgeweht zu werden. Speziell auf den Bahnen, welche auf Zug oder kullern gespielt wurden (Pyramiden, Salto, Doppelwelle, Liegende, Winkel, Blitz) wurde man eine leichte Beute. Umso mehr sind die guten Ergebnisse unserer Spieler/innen zu würdigen. Wie konnten diesmal ohne den üblichen schlechten Start mit den Deutschen mithalten und sie in weiterer Folge des Tages auch in Schach halten.

Die Ergebnisse des 1.Spieltages waren beruhigend. In der Gruppe-A führte Österreich-1 vor Deutschland 2 mit 32 Schlägen, in der Gruppe-B lag Österreich-1 nur 8 Schläge und Österreich-3 12 Schlage hinter Deutschland-2. Dies lieferte eine gute Ausgangsbasis für den kommenden Finaltag.

Aber leider machte uns am Sonntag das Wetter einen dicken Strich durch die Rechnung ! Feiner, aber dichter Regen (bei absoluter Windstille !) verschaffte uns eine erzwungene Startverschiebung bis 10:00 Uhr. Das Schiedsgericht, bestehend aus Horst Spirk (AUT), Erich Hess (GER) und Tibor Vegh (HUN) beschloss vor diesem Zeitpunkt mit den Stimmen GER, HUN : AUT den Bewerb auf zu kürzen und nur auf Filz zu spielen ! Diese Entscheidung war etwas verwunderlich, da man bereits um 10:30 auf der Miniaturgolfanlage hätte spielen können (hervorragend gewischt durch das ORG-Team aus Österreich und Ungarn). Was auch immer zu diesem Beschluss beigetragen hatte, es wirkte sich auf unser Team positiv aus. Stand nach der letzten Vorrunde: In der Gruppe-A lag Österreich-2 vor Deutschland-1, in der Gruppe-B Deutschland-2 vor Österreich-1 und Österreich-3. Das ergab dann folgende Finalpaarung, da das Halbfinale aus Witterungsgründen gestrichen wurde:

Spiel um Platz 1 u. 2: Österreich-2 : Deutschland-2

Spiel um Platz 3 u. 4: Deutschland-1 : Österreich-1

Spiel um Platz 5 u. 6: Österreich-3 : Ungarn-1

Das Spiel um Platz-1 ging ganz klar an Österreich-2, beim Spiel um Platz-3 blieben beide Teams schlaggleich, somit war ein Mannschaftsstechen notwendig ! Auch beim Kampf um den 5.Rang blieb Österreich-3 gegen Ungarn erfolgreich !

Das anschließende Stechen war ein wahrer Krimi mit Action ! Auf Bahn-1 (1-Torbahn) führte Deutschland-1 nach 3 Spieler/innen, unser Schlussmann Wlli Abraham musste das As machen um die Mannschaft weiter im Spiel zu halten. Mit festgehaltenen Daumen verfolgten wir den Schlag von Willi Abraham – AS ! Damit hat er die Chance auf den 3.Rang für unser Team gewahrt. Die Bahn-2 (Geldkasten) brachte dann die Entscheidung. Nach Fehlern der Deutschen und guten Schlägen unseres Teams stand vor dem 4.Spieler Deutschlands fest – Österreich-1 hat sich den 3.Rang erkämpft ! Unsere Freude war groß, hatten wir doch (fast) das Maximum an Platzierungen, nämlich Rang-1, 3 u. 5, erreicht !

Die Siegerehrung am Abend im Hotelrestaurant rundete diesen gelungenen Bewerb ab. Nach den üblichen Zeremoniell und dem Abendessen wurde teilweise bis spät in die Nacht noch gefeiert.

Trotz aller Euphorie über diesen Erfolg darf man aber nicht vergessen, dass im September bei der Europameisterschaft die Karten wieder neu gemischt werden, mit den Schweden ein überaus starker Gegner kommt und auch unsere Deutschen Freunde sicher nicht tatenlos bleiben werden. Das heißt, dass auch unser Team noch in einigen Belangen einen Nachholbedarf hat und das Training auf beiden Systemen forcieren muss ! Trotzdem bin ich überzeugt, dass die Österreichischen Teams bei der EM eine gute Figur machen werden.

Verfasser: Heinz Laukes

Das Finale der Oberösterreichischen Bahnengolf Freiluftlandesmeisterschaft 2011/2012 fand am Sonntag den 17.06.2012 auf der wunderschönen Betonanlage in Steyr-Münichholz statt.


Verfasser: walter.harris

Mit einigen Abstand nach einer berufsmäßig sehr fordernden Zeit und einer anschließenden heftigen Grippe kann ich gerne "Berichten".


Verfasser: walter.harris

Die Wiener Mannschaften dominierte die Allgemeine Klasse beim Bundesländercup 2012 in Eferding, aber was bei den Herren um Platz 2 geliefert wurde, das verdient das Prädikat „Besonders spannend!”.


Verfasser: walter.harris

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